Unterwegs zu sein ist eine Tätigkeit, die von außen nicht zu erkennen ist und die sich zusammensetzt aus einer Kette von Handlungen, die durch wiederholtes Fortgehen und Ankommen gekennzeichnet ist. Dieser Zustand ist ein Fließgleichgewicht, eine beständige Unbeständigkeit, weder sichtbar noch greifbar.
Sichtbar ist in dieser Phase nur der Fremde als jemand, der kommt und geht. Dessen Antwort nach dem Woher und dem Wohin erlauben eine Kategorisierung von außen, etwa als 'Reisender' im Deutschen, Traveler im Englischen, Voyageuer im Französischen usw., wobei jeder Begriff eine andere Vorstellung weckt.
Eine „Reisekunde“ sollte daher ansetzen am Greifbaren und Sichtbaren des zu bewältigenden Reisealltags:
Eine „Reisekunde“ kann konstruiert werden:
Eine Reisekunde kann auch ansetzen am Das Bild der Reise. Dies entsteht jedoch erst nach der Reise und es ist gesellschaftlich überformt:
Ein Idealbild, dem die wenigsten Reisenden gerecht werden können, entwirft die Kunst des Reisens, engl. art of travel, franz. arts de voyager: