Willy-Wiki Glossar Teil 1, A bis K 

Fernreisemobile, Basisfahrzeuge, Geländewagen

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Ein informatives und unterhaltsames Glossar (A - K, L - Z) mit Spitznamen & Normen, Bauarten & Bestimmungen, Abkürzungen & Themen ...  mehr als 360 Einträge (März 2017)

Allgemeine Themen von Ablasten bis Zulassen, von Allrad bis Verschiffen ...   

Unterhaltsame Spitznamen von Adventskalender bis Wüstenschiff

Präzise Bauart- und Typenbezeichnungen: Nur vereinzelt wurden Spitznamen (Jeep) zum Markennamen oder zur Bauartbezeichnung (Kübelwagen).

► Abkürzungen von ATF bis ZMK: Oft ist die ursprüngliche Bedeutung kaum bekannt.

► Wichtige Definitionen und Bestimmungen: Immer direkt zur Quelle führend [EU-Vorschriften, StVO, StVZO, Kraftfahrt-Bundesamt, TÜV ...]

W führt zur Wikipedia →§ führt zu Gesetzen, Verordnungen ... *Querverweis im Glossar 

4x4

Siehe *Achskonfiguration

4Motion

siehe *Syncro

 

A wie Allrad

ABCDE-Schema

Bei Unfällen hilft dieses Schema, Patienten schnell zu beurteilen:

Airway
Atemwege freimachen und Halswirbelsäule immobilisieren

Breathing
Atmung überprüfen und sicherstellen

Circulation
Kreislauf und Blutungen kontrollieren

Disability
Defizite neurologischer Funktionen

Exposure
Untersuchung des Patienten, vor Auskühlung schützen

siehe auch *Eigensicherung

abfahren ...

Der Claimer oder Slogan des *Fernreisemobiltreffens erinnert an das wichtigste Element des Reisens, den Aufbruch, den auslösenden Moment für das prickelnde Gefühl des Unterwegs-Seins.

Abgasnormen

W

Euro 1 §
Euro 2
Euro 3 & 4
§
Euro 5 & 6
§

Lkw & Busse:
Euro 3, 4, 5
§
Euro 6 §

Die Einhaltung und Einstufung der Abgasnormen hat Einfluss auf die

  • Typgenehmigungen
  • Betriebserlaubnis (AU, HU)
  • Kfz-Steuer
  • Fahrverbote (Schadstoffklassen und Plaketten).

Ausnahmen gelten für Behördenfahrzeuge und historische Fahrzeuge.

Je nach Treibstoffart lassen sich die Abgasnormen mehr oder weniger einfach erreichen. In der Reihenfolge Gase-Benzin-Diesel nimmt der technische Aufwand zu.

*Dieselpartikelfilter DPF helfen in vielen Fällen die Euro-4-Norm zu erreichen, eingeschränkt auch die Euro-5-Norm.

*SCR-Katalysatoren in Verbindung mit Adblue erreichen die Euro-6-Norm.

Abkürzungen,
Akronyme
(Schreibweisen)

Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Kraftfahrzeug sagt kein Mensch. Deren Abkürzungen wurden zu Worten: Pkw, Lkw, Kfz. Sie werden nicht nur geschrieben, sondern auch so gesprochen (Elkawe).

Sie in Großbuchstaben zu schreiben – PKW, LKW, KFZ wirkt in der Schriftform als »Schreien« und damit meist als unangebracht, auch wenn es laut Duden nicht falsch ist. 

Weit verbreitet ist auch  »Lkws«, mit Plural-s für die Mehrzahl. Streng genommen ist das falsch, denn es heißt ja auch nicht»zwei Lastkraftwagens« und kein Mensch schreibt »Kfzs«.

Beliebt ist auch die falsche Version LKW’s, deren Apostroph einen ausgelassenen Buchstaben dort zeigt, wo keiner fehlt.

Abkürzungen
(Miss-Deutungen)

Gerne werden die Akronyme von Automobilmarken umgedeutet:

  • Automobiler Unsinn Deutscher Ingenieure
  • Bin Maßlos Wichtig
  • Fehler In Allen Teilen
  • Für Opa Reicht Das
  • Gerät Ohne Logische Funktion
  • Heute Ohne Nennenswerte Defekte Angekommen
  • Katastrophe Im Anflug
  • Letzter Auf Der Autobahn
  • Macht Andere Neidisch
  • Müll Auf Zwei Drehenden Achsen
  • Offensichtlicher Pfusch Eines Lehrlings
  • Rostet Eigentlich Nie Ausser Unter Lackierten Teilen
  • Sehen, Einsteigen, Aussteigen, Totlachen
  • Sehr Alt, Aber Billig
  • Sinnlose, Unzusammenhängende Zusammenstellung Unzähliger Konstruktionsirrtümer

Ablastung

Es gibt einige triftige Gründe darüber nachzudenken, ob ein Fahrzeug »abgelastet« werden kann, also meist entweder auf 7,49 Tonnen oder auf 3,49 Tonnen. Dafür spricht:

  • die Fahrzeugklasse wird an die Fahrerlaubnisklasse angepasst
  • die gewichtsbezogene Kraftfahrzeugsteuer sinkt
  • der Versicherungstarif fällt geringer aus
  • längere Intervalle  zwischen den Hauptuntersuchungen
  • gewichtsabhängige Beschränkungen im Straßenverkehr entfallen: Überholverbote, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Parkverbote, Durchfahrtsverbote ...

Ablastung bedeutet, dass das zulässige Gesamtgewicht verringert wird. Da das *Leergewicht gleich bleibt, verringert sich damit die zulässige Zuladung. Eine *Mindestzuladung ist vorgeschrieben. Für Reisezwecke bleibt zu prüfen, ob die verbleibende Zuladung eine sinnvolle Größenordnung aufweist. Das Überschreiten des neuen zulässigen Gesamtgewichts gilt als Überladung und ist damit bußgeldpflichtig. Ablastung bedeutet dagegen in der Regel nicht, das Fahrzeug technisch zu verändern.

Der Antrag auf Ablastung wird bei TÜV, Dekra oder einer anderen zugelassenen *Überwachungsorganisation gestellt.
Mit der Bescheinigung wird ein neues Typenschild beim Fahrzeughersteller angefordert. Beides ist Voraussetzung für die neue *Zulassungsbescheinigung I.

Abwasser

Grauwasser (grey water) stammt aus der Dusche, dem Waschbecken und der Spüle, Schwarzwasser (black water) aus der Toilette, beides wird beim »Dumping« entsorgt.

Achskonfiguration
W

auch: Radformel.

Die Anzahl der Räder x Die Anzahl der angetriebenen Räder

4x2 für einfache Fahrzeuge, 4x4 bei einfachem *Allradantrieb, 6x6 für Allradantrieb mit drei Achsen (z.B. Pinzgauer), 6x2 für einfache Lkw mit drei Achsen ohne Allradantrieb ... Zwillingsreifen zählen einfach.

Siehe auch *Allrad

ACME-Adapter

siehe *Gasadapter

AdBlue
W

Damit Dieselmotoren die Euro-Norm erfüllen können, wird »AdBlue« vor dem *SCR-Katalysator ins Abgas eingespritzt. Auch der Ford Transit wird seit 2016 nur noch mit AdBlue-System gebaut.

Es ist ein zusätzlicher Tank nötig, der Verbrauch liegt bei 5% des Treibstoffverbrauchs.

AdBlue ist eine 32,5-Prozentige wässrige Lösung von Harnstoff. In Nordamerika wird diese Lösung als Diesel Exhaust Fluid (DEF) bezeichnet.

Adventskalender

Truckerjargon für die Mercedes-Benz Frontlenker-Modelle mit nicht kippbarem Führerhaus (1963-74) →W. Daher besaßen diese viele Klappen und Türchen zur Wartung.

AETR
W

Abkürzung für Accord Européen sur les Transports Routiers, also „Europäisches Übereinkommen über die Arbeit des im internationalen Straßenverkehr beschäftigten Fahrpersonals“. 

Das AETR gilt in allen EU-Staaten und in Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Kasachstan, Liechtenstein, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Norwegen, Russische Föderation, San Marino, Schweiz, Serbien, Türkei, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan, Weißrussland.

Siehe auch *Sozialvorschriften

African workhorse

Spitzname für den Toyota Hilux, gebaut seit 1968, wurde besonders von den Farmern im südlichen Afrika wertgeschätzt, aber auch von anderen:

FAZ 11.04.2011 Thomas Gutschker, Boris Schmidt und Thomas Scheen: Toyotas »Pick-ups«. Die Kavallerie des kleinen Mannes.

AIRBAG-Regel

siehe *Eigensicherung

Alkoven
W

Ursprünglich in der Architektur eine abgeschlossene Bettnische in ungeheizten Räumlichkeiten, also wärmer und zudem auch intimer. Im Wohnmobil der sich über der Fahrerkabine befindende Teil der Wohnkabine, als Liege- und Bettfläche genutzt.

Siehe auch *Nasenbär.

Allesfresser

Bundeswehr-Spitzname des MAN 630 L2A →W, der ab 1958 für die Bundeswehr gebaut wurde, auch »Emma« genannt. Der Vielstoffmotor vertrug neben Diesel auch Salatöl oder Altöl, Fritierfett und Benzin …

All-in-one

siehe *Wollmilchsau, eierlegende

Allrad/-antrieb
W

*4x4 (Four by four), 4WD (Four Wheel Drive), AWD (All Wheel Drive), TRM (Toutes roues motrices)

Ziel es Allradantriebes ist es, die Kraftübertragung vom Rad auf den Untergrund zu erhöhen.

Technisch am einfachsten gelingt das über eine mechanisch einzulegende Klauenkupplung, die die Antriebskraft über Kardanwellen gleichermaßen auf beide Achsen legt und zudem mit sperrbaren Achsdifferentialen, die die Antriebskraft gleichermaßen auf die Räder verteilt.

Allradantrieb ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, die *Geländegängigkeit des Fahrzeugs zu erhöhen. Er vermittelt ein höheres Gefühl der Fahrsicherheit, verleitet aber auch zu höheren Geschwindigkeiten im Gelände. Das Bremsverhalten wird jedoch nicht besser, während das Fahrverhalten in Kurven sich durch das gesperrte Differential verschlechtert. Das Ausbrechen aus der Kurve bei zu hoher Geschwindigkeit wird so zu einer der häufigsten Unfallursachen.

Allradfahrzeug

Allrad angetriebene Fahrzeuge sind Fahrzeuge mit mehr als einer angetriebenen Achse.
[Quelle: Kraftfahrtbundesamt]

Allradler

siehe *Fernreisemobil-Zeitschriften

Anschaffungen

Der Reisemobil-»Markt« verkauft in erster Linie über Convenience-Argumente, Image (Muss man haben!) und Optik an die größte Kundenzielgruppe, deren Priorität auf der Zufriedenheit im Bereich »Wohnen« liegt.

Damit verengen sich aber auch Problemlösungen auf technische Innovationen und Investitionen mit meist zusätzlichem Energiebedarf.

Man lässt sich gerne überreden, Probleme durch den Kauf neuer Technik zu lösen; Anschaffungen werden mit den (meist idealisierten) Leistungen der Neugeräte begründet. Aber erstens altern die Geräte, zweitens repariert man sich um die Welt und drittens ist unterwegs immer alles ganz anders.

Kaufbegründungen sollten geprüft werden durch:
▪ funktioniert zuverlässig unter wechselnden Bedingungen;
▪ funktioniert dauerhaft auch im höheren Alter;
▪ lässt sich gut reparieren;
▪ frißt keine unnötige Energie.  

Arche

Heinrich Hauser →W fuhr 1934 als einer der ersten mit einem Wohnwagen, eben der selbst gebauten Arche, 134 Tage durch Deutschland und schrieb darüber ein Buch.

FAZ 29.01.2006: Jan Brand: Fünf Ehen, viele Berufe und ein rastloser Bericht
Heinrich Hauser: Fahrten und Abenteuer im Wohnwagen, Dolde Medien 2005, 225 S.

ARGIC

Automotive Replacement Glass Identification Centre, ein Kennzeichnungszentrum für Fahrzeugglasersatzteile. 

Erst seit 1993 gibt es ein eindeutiges internationales System zum kennzeichnen von Kfz-Scheiben, den ARGIC-Code. Dieser bis zu 15-stellige Code besteht aus

  • Herstellernummer (zweistellig)
  • Modellcode (zweistellig)
  • Scheibenkategorie (A= Windschutzscheibe, B=Heckscheibe ...)
  • Buchstaben für Glastönung, Sonnenschutzbalken ...

Siehe auch *Scheibenstempel.

ATE

abgekürzt für die Firma Alfred Teves, 1906 gegründet, heute zu Continental gehörig, einem Hersteller von Autozubehörteilen, insbesondere Bremsen und Hydraulik.

ATF
Analytical Task Force
W

Deren Aufgabe ist das Erkennen und Bekämpfen von CBRN-Gefahren (chemische, biologische, radiologische, nukleare Gefahren), dazu dienen: ein Einsatzleitwagen ELW, zwei CBRN-Erkundungswagen ErkW sowie ein Gerätewagen GW.

Siehe auch *ELW.

ATF

Automatic Transmission Fluid
Hydraulikflüssigkeit für Getriebe und Servolenkung

ATL

Abkürzung für »austauschbare Ladungsträger« wie Container, Mulden … nach StVZO §32 und §42 Absatz 3 …

Als Lkw für ATL zugelassen, wird der Wohnkoffer zur Ladung und damit irrelevant für TÜV- und Gasprüfungen.

Siehe auch *Wechselbrücke

ATV
All Terrain Vehicle
W

Ein Fahrzeug mit *Allradantrieb, Niederdruckreifen, einem Sitz, einem Lenker zur Steuerung und in der Lage, auf unterschiedlichem Gelände zu fahren [American National Standards Institute ANSI].

Wird oft gleichbedeutend mit *Quad verwendet, umfasst jedoch als Oberbegriff auch quad bike, three-wheeler, four-wheeler, quadricycle ...

Umgangssprachlich werden mit »Quad« eher Spaßmobile, mit »ATV« eher land- und forstwirtschaftliche Arbeitsgeräte bezeichnet, die mit Anbaugeräten auch als Rasenmäher oder Schneepflug eingesetzt werden können.

[Norm EN 15997:2011 Geländegängige Fahrzeuge ATV-Quads]

Auktion

siehe *Versteigerungen

Auflastung

Auflastungen des zulässigen Gesamtgewichtes können ohne  technische Änderungen bis zu einem Richtwert von etwa +4% erfolgen.

Dazu bedarf es entweder eines Prüfzeugnisses oder einer  positiven Stellungnahme eines Technischen  Dienstes, mindestens aber die ausdrückliche Zustimmung des Fahrzeugherstellers.

Das neuezulässige Gesamtgewicht wird in den Fahrzeugpapieren  unverzüglich berichtigt und auf dem Fabrikschild des Fahrzeuges angegeben.

[Verbindliche Arbeitsanweisung der Technischen Leitungen aller amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen und Technischen Prüfstellen vom 18.10.2001 – Stand 17.12.2003 - Seite 32]

Aus- und Umbauer

Alustar ♦ Batari ♦ Bimobil ♦ Bischoff & Scheck ♦ Bliss ♦ Bocklet ♦ EQ-Line ♦ Excap ♦ Exploryx ♦ Fuess ♦ Gecko Truck ♦ Kerkamm ♦ Langer & Bock ♦ Orange Work ♦ Ormocar ♦ Orthos ♦ Procab ♦ Tartaruga ♦ Terra Camper ♦ Unicat ♦ Volker Lapp ♦ Woelcke ...

Ausrüstung

siehe *Mitführpflichten

Ausweispflicht

Nach § 1 Personalausweisgesetz (PAuswG) ist jeder deutsche ab dem vollendeten 16. Lebensjahr ausweispflichtig und muss einen gültigen Personalausweis oder einen noch gültigen Reisepass besitzen. Eine gesetzliche *Mitführpflicht besteht nur in wenigen Ausnahmefällen.

EU-Bürger brauchen innerhalb des grenzfreien Schengen-Raums Personalausweis oder Reisepass nicht vorzuzeigen. Es ist jedoch angeraten, zum Nachweis der Identität eines dieser Ausweisedokumente mitzuführen.
Der Führerschein ist nicht als gültiges Reisedokument oder zum Nachweis der Identität anerkannt.

Nicht zum Schengenraum gehören: Bulgarien, Großbritannien/Nordirland, Irland, Kroatien, Rumänien, Zypern.

AA
Auswärtiges Amt

Ein wichtiger Informationskanal ist das Auswärtige Amt. Dort laufen unentwegt Länderinformationen ein. Sofern man die meist sehr zurückhaltenden und extrem vorsichtigen Bewertungen von den sorgfältig geprüften Sachinformationen trennen kann, ist dies  hilfreich, insbesondere im Vergleich mit den Auswärtigen Ämtern anderer Länder (Foreign Office, Affaires étrangères): 

Autarkie

siehe *Inselanlage Reisemobil

Automatische Systemprozesse

Wenn Du etwas nicht kennst, nenne es ein System.

Weißt Du nicht wie es funktioniert, nenne es einen Prozess.

Automatisch heißt, man kann es nicht reparieren.

Automobil-Clubs
W

  • ADAC - Allgemeiner deutscher Automobil-Club
  • VCD - Verkehrsclub Deutschland e.V.
  • ACE - Auto Club Europa e.V.
  • AVD - Automobilclub von Deutschland
  • ÖAMTC - Österreichischer Automobil-, Motorrad- & Touringclub
  • TCS - Touring Club Schweiz
  • ACS - Automobil Club der Schweiz
  • AAA - American Automobile Association
  • AA   - South Africa

 

B wie Bully

BAG
Bundesamt für Güterverkehr
w

Diese Bundesoberbehörde für den Güterverkehr ist dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI unterstellt. Hier finden sich unter anderem Gesetzestexte, Verordnungen und Kommentare zu den Themen

  •     Güterkraftverkehrsrecht
  •     Lenk- und Ruhezeiten und weiterführende Informationen zum digitalen Kontrollgerät
  •     Straßenverkehrsrecht mit Informationen zur Ladungssicherung und Lkw-Fahrverboten
  •     Gefahrgutrecht
  •     Abfallrecht
  •     Qualifikation und Weiterbildung
  •     Lkw-Maut
  •     Zivile Notfallvorsorge

www.bag.bund.de

Bajonett-Adapter

siehe *Gasadapter

Bakkie

Africaans für den Toyota Hilux →W, eine Form des Pritschenwagens, also einen Pick-up (englisch) →W oder Camioneta (spanisch), in Krisengebieten als *Technical bezeichnet. Der Bakkie gilt als »pretty much unkillable«, wie Jeremy Clarkson in Top Gear bemerkte. 

Süddeutsche Zeitung 24. August 2014
Luisa Seeling: Rebellen-Fahrzeug Toyota-Hilux. Auf der Pritsche

Barkas B1000
W

1961 bis 1990 der Kleintransporter der DDR zwischen Multicar und Robur LO. 

Bauwagen

siehe *Wagenleben

BBC

Die Abkürzung für bumper-to-back-of-cabin bezeichnet den Abstand von der Stoßstange bis zum Ende des Fahrerhauses.

BDF (> BGL)

Abkürzung für Bundesverband des Deutschen Güterfernverkehrs, heute Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung BGL

Bergematerial

Gurte und Schlingen

Hebekissen

Gleitschutzketten (Schneeketten)

Pallholz:  schwer belastbare Kanthölzer, Keile und Bohlen zum Sichern und Stabilisieren.

Sandbleche
Ausführung: Luftlandebleche, waffle-boards, Gitterroste, Sandladder, Paddockplatten (Terra-Grid E 35), Maxtrax Board,  Gummimatten, Sandmatten ... als Anfahrhilfe, gegen Einsinken in weichen Untergrund, zum
Überbrücken schmaler Gräben und Löcher
Materialien: Stahl, Aluminium, GFK ...
Kriterien: Länge-Gewicht-Kosten-Bruchkraft-Steifigkeit

Schäkel und Krfat-/Lastverteiler (als Sollbruchstelle)

Seile: dynamisch (Kunststoff), statisch (Hanf, Stahl)

Verlängerungen, Rohre und Hebel

Betretungsrecht

In Deutschland erlaubt das Betretungsrecht (BNatSchG §59) allen:
»das Betreten der freien Landschaft auf Straßen und Wegen sowie auf ungenutzten Grundflächen zum Zweck der Erholung ... Das Betreten des Waldes richtet sich nach dem Bundeswaldgesetz und den Waldgesetzen der Länder sowie im Übrigen nach dem sonstigen Landesrecht.«

Das Waldrecht §BWaldG 14 gestattet:
»Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung... Das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen und das Reiten im Walde ... nur auf Straßen und Wegen ...  Die Länder regeln die Einzelheiten.« 

Jetzt wird es kompliziert, denn das Betretungsrecht ist für jedes Bundesland einzeln und jeweils getrennt für die freie Landschaft und für den Wald unterschiedlich festgelegt ist. Das Bayerische Landesrecht geht dabei besonders weit und verpflichtet die Gemeinden, den freien Zugang zu Bergen, Seen und Flüssen zu gewährleisten.

[Siehe die Ausführungen von Richter Bernd Grillts auf www.vivalranger.com]

BEV

Battery Electric Vehicle

Biodiesel

(auch: Agrodiesel, nicht aber Agrardiesel, ein steuerlicher Begriff)

Biodiesel (Fettsäuremethylester) ist kein*Pflanzenöl PÖ, sondern entsteht industriell aus pflanzlichen oder tierischen Fetten und Ölen etwa mit Methanol oder Ethanol. In Deutschland enthält »B7«-Diesel bis zu 7 % Biodiesel.

BMS

Batterie Management System. Der Begriff ist nicht definiert.

Gute Ladegeräte passen ihr Lademanagement mittels BMS sowohl an unterschiedliche Batteriesysteme (Gel, AGM) an als auch an den individuellen Ladezustand der einzelnen Batterie.

Die Haltbarkeit von Bleibatterien kann damit verlängert werden, insbesondere durch Erhaltungsladung über längere Zeiträume.

Für Lithiumbatterien ist ein BMS unverzichtbar, da bereits ein Überladen einzelner Zellen zum Tod der Batterie führt.

Ein Dual Battery System trennt Starter- und Bordbatterien im Reisemobil. In den ersten fünf Minuten nach dem Starten und bei Batteriespannungen unter 12,7V lädt die Lichtmaschine ausschließlich die Starterbatterie.

Bohrer für Metall

Normale HSS-Bohrer von Markenherstellern haben mehrfach höhere Standzeiten als Billigbohrer und genügen für den vereinzelten Gebrauch mit der Handbohrmaschine. Richtiges Bohren hat Vorrang: Senkrecht, nicht verkanten, geringe Drehzahl, ölen & kühlen. HSS ist lufthärtend (einfach abkühlen lassen), andere Bohrer verlieren ihre Härte nach dem Überhitzen.

Bei häufigem Einsatz, in Standbohrmaschinen und für besondere Anforderungen (Edelstähle …) können teure, (titan-)beschichtete Bohrer sinnvoll sein oder HSCo bzw. HSSE mit Cobalt.

Gewalzte Bohrer (schwarz) sind elastischer als geschliffene und brechen daher beim Handbohren seltener. Lange Späne »Fließspäne« deuten auf stumpfe Bohrer hin.

Am Doppelschleifbock kann jeder Bohrer selbst schärfen, Anleitungen stehen bei Youtube. Den Schneidenwinkel von 118° kann man zwischen zwei großen 6-Kant-Muttern (120°) prüfen. Bohrer, die glühen oder abgekühlt blau anlaufen, sind Schrott, denn die Härte verliert sich bereits ab etwa 180°C, Anlauffarben kommen aber erst später. Also neben dem Schleifbock Wasser zum Kühlen bereit halten.

BOS
W

»Blaulichtorganisationen«, also Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und zur Gefahrenabwehr innerhalb Deutschlands: Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk (THW), Zoll - die Bundeswehr zählt nicht dazu.

Rettungsdienste gehören nur teilweise und vorübergehend zu den BOS:

  • Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
  • Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK) mit
    Wasser-, Bergwacht, Rettungshundestaffel
  • Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH)
  • Malteser Hilfsdienst (MHD)

Breadcrumb trail

siehe *Track

Breitmaul

Spitzname der breiteren Variante des Mercedes-Benz T2 →W ab 1977

Brummi

1971 startete eine Werbekampagne mit dem Brummi, einer dicken Sympathiefigur auf Rädern gleich einem Kentauren: »Nicht gleich brummen…« im Auftrag des Bundesverbandes des Deutschen Güterfernverkehrs. Das Image von Lkw und Lkw- Fahrern lag am Boden. Selbst der Verkehrsminister tönte: »Die dicken Brummer müssen weg.«

Der Spiegel 3, 1971: »froh lackiert«

(VW-)Buggy

englisch: verrückt, fehlerhaft und bug: Wanze, Käfer

In den 1960er Jahren ursprünglich ein alter VW-Käfer der für den Einsatz in Sanddünen von allen überflüssigen Teilen befreit wurde, der »Dune Buggy« (HSN/TSN 0950/304). Später wurden daraus Umbauten und Bausätze (»Kite-cars«), etwa mit der Bereifung vorne 165/80R15 und hinten 275/60R15. Gesetzliche Vorgaben beendeten in den 1980er Jahren den Spaß, allerdings kamen sowohl Hippies als auch Cabrios aus der Mode.

Bulldozing-Effekt

Beim Fahren auf plastischem Untergrund wird dieser je nach Aufstelldruck verformt und der Reifen sinkt ein. Der Reifen schiebt eine Bodenwelle vor sich her, die einen Rollwiderstand auf den Reifen ausübt - dies wird Bulldozing-Effekt genannt.  Nach einer Faustformel kostet 1 cm Bodentiefe etwa 10 % mehr Treibstoff.

(VW-)Bully, Bulli

Spitzname für den VW-Bus →W seit dem T1, der ab 1950 produziert wurde. Vermutlich ein Kunstwort aus Bus & Lieferwagen, das jedoch auch zur bulligen Form des Wagens passte. VW erwarb die Namensrechte erst 2007 von der Kässbohrer Geländefahrzeug AG, die mit dem PistenBully Skipistenfahrzeuge herstellte.

»Im VW-Bus um die Welt« fuhren die Tondoks bis 1975 und veröffentlichten ihre Erfahrungen mit dem T2 in vielen Auflagen.

Der Spiegel 1.05.2013 Historische Wohnmobile: Alte Liebe rostet nicht

DER SPIEGEL 15.03.2015  Fabian Hoberg: T3-Experte "Syncro-Bernd": Die Bulli-Parade

BAA
Bundesamt für Auswanderer und Auslandstätige

Länderinformationen, FAQ, Auswandererschutz, Ausländisches Recht, Heiraten im Ausland ... Das Bundesamt informiert umfangreich jene, die im Aus­land­ tä­tig­ sind, auswandern wollen oder zurückkehren nach Deutschland und verweist zur Beratung auf die Adressen und Kontakte der Auskunfts- und Beratungsstellen für Auswanderer und Auslandtätige.

Buschmechanik

Einmal sehen und verstehen: bushmechanic bei Youtube.

»Buschmechanik« bedeutet, einen fahrbereiten Zustand zu erreichen, auch wenn die Möglichkeiten zur fachgerechten Reparatur durch besondere Umstände eingeschränkt sind: Es gibt keine Werkstatt, Werkzeuge oder Spezialisten fehlen, Ersatzteile können nicht bestellt werden ...

Im weiteren Sinne bedeutet »Buschmechanik« jedoch auch, durch das Fahrverhalten Pannen zu vermeiden, schonend zu fahren, Symptome frühzeitig zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. So ist die häufigste Ursache liegenzubleiben schlicht ein leerer Tank.

Trotz solcher Pannen lässt sich im Busch die Fahrfähigkeit oft provisorisch wieder herstellen: 

  • Bremsen fest
  • Bremsleitung abgerissen, entlüften
  • Federschwinge gebrochen
  • Kabelbaum fehlerhaft
  • Kardanwelle abgerissen
  • Keilriemen eingerissen
  • Kraftstoffleitung abgerissen, entlüften
  • Kreuzgelenk gebrochen
  • Kühler oder Kühlerschlauch undicht
  • Kupplungszylinder (Nehmer-/Geber-) defekt
  • Spannrolle defekt
  • Spurstange einstellen
  • Spurstange/-kopf beschädigt
  • Steckachse gebrochen
  • Stoßdämpfer abgerissen

Buschtaxi

In Afrika südlich der Sahara werden *Sammeltaxis W, die jeden Ort im Busch anfahren, als Taxi brousse oder Matatu bezeichnet. Im westlichen Afrika waren dies meist Peugeots 504 und 505.

Euroäische Reisende machten daraus das Buschtaxi, in Deutschland speziell wurde dies zum Spitznamen des J45 Toyota Landcruiser →W, dann beibehalten für dessen Nachfolger bis zum HZJ78. 

DIE ZEIT 22. Oktober 1993: Peer Gatter: Staub, nur roter Staub

 

C wie Camp

Campen

Das Wort bedeutet »freies Feld« (lateinisch campus). Gemeint ist das *Übernachten unter freiem Himmel, im Zelt, im Wohnwagen oder im Wohnmobil, siehe auch *Stellplätze.

  • *Freies Campen ist in der Regel in den meisten Ländern der EU verboten. Auch die Bußgelder der deutschen Bundesländer können sehr deftig ausfallen.
  • Camping ist zugelassen auf behördlich genehmigten Campingplätzen und auf Privatgrundstücken, sofern der Eigentümer des Grundstücks dies erlaubt und sofern dies nicht ausdrücklich durch andere Gesetze untersagt ist.
  • »Camping« oder ein einfaches Übernachten können unterschiedlich bewertet werden. Jedes Bundesland hat eigene Regeln, die für Wald und freie Landschaft unterschiedlich ausfallen können, eine länderbezogene Übersicht hat Richter Bernd Grillts erstellt.
  • Ein ausdrückliches Campingverbot gibt es in den meisten (Natur-, Wild-, Wasser-)Schutzgebieten sowie Nationalparks, Biotopen, Stränden ...
  • Das Übernachten im Wohnmobil ist erlaubt auf Wohnmobilstellplätzen, siehe die Datenbank von Promobil.
  • Das einmalige *Übernachten und Parken im öffentlichen Raum ist möglich. Sofern es allerdings Campingeigenschaften aufweist, gilt es als unerlaubte Sondernutzung und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.
  • Als nicht-motorisierter Reisender kann man sich auf das Rechtsprinzip des Verbotsvorbehalts berufen, also dort übernachten, wo es nicht verboten ist.
  • Das Jedermannsrecht ist als Gewohnheitsrecht in manchen Ländern geübte Praxis; eine Nutzung der freien Natur wird in unterschiedlichem Maße toleriert (siehe *Freies Campen).
  • Manche vertreten die Auffassung, dass das Übernachten unter freiem Himmel ohne Zelt durch das *Betretungsrecht abgedeckt sei. Argumengiert wird so: Das Betreten des Waldes oder der freien Landschaft ist unabhängig von der Tages- und Nachtzeit gestattet (sofern keine regionalen oder landesweiten Einschränkungen dem entgegenstehen). Der Zweck der Erholung schließt das Verweilen ein, die Dauer des Aufenthalts ist nicht begrenzt. Zum Erholen gehören verkehrsüblicherweise auch das Rasten, Liegen, Dösen, Schlummern, Schlafen ... Also kann das Verweilen und Schlafen über Nacht nicht ordnungswidrig sein.
    Siehe die Ausführungen von Richter Bernd Grillts auf www.vivalranger.com.

Äußerste Achtsamkeit ist geboten, damit begleitende Handlungen nicht zu anderen Rechtsverletzungen führen wie Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Diebstahl ... Also aufpassen, ob man Privatwald betritt, wo man Feuer macht, Holz holt, wie man mit Abfall umgeht.

CDP
Carnet de
Passages

Manche Länder außerhalb Europas verlangen für die vorübergehende zollfreie Einfuhr von Fahrzeugen ein Grenzdokument, das Carnet de Passages. Jede Seite kann für ein Land genutzt werden, dabei wird ein Abschnitt bei der Einreise einbehalten, einer bei der Ausreise und der dritte Abschnitt mit Ein- und Ausreisestempel verbleibt im Dokument.

Die Carnets de Passages basieren auf internationalen Zollabkommen und werden ausgegeben vom  AIT Alliance Internationale de Tourisme und FIA Federation Internationale de l'Automobile, letztlich von den nationalen Automobilclubs wie dem ADAC.

Voraussetzung sind ein Antrag (pdf), Kopien von Reisepass und Zulassungsdokumente (Fahrzeugschein) sowie die Bankbürgschaft oder bestätigter Einzahlungsbeleg der Kaution. Die Kaution richtet sich nach dem Wagenwert und dem Reiseziel und beträgt zwischen 2.500 Euro und 60.000 Euro. Hinzu kommen Gebühren. Es gilt für ein Fahrzeug und eine Person und ist nicht übertragbar. Es gilt ein Jahr und kann verlängert werden.

Siehe auch *TIP

Car Storage

Bei Langzeitreisen stellt sich irgendwann die Frage:
»Wo lasse ich meinen Wagen für die nächsten x Monate?«

Aus eigener Erfahrung kennen und vertrauen wir African Overlanders (Duncan Jonson) in Stellenbosch bei Kapstadt, Countrypark (Elmarie van Zyl) bei Johannesburg, Jungle Junction (Chris Handschuh) in Nairobi ... weitere hier in der Übersicht. Grundlegend ist Vertrauen.

Weitere Kriterien sind:

  • Nach außen gesichertes Grundstück (abgeschlossen, bewacht)
  • Übersichtlichkeit (Kein Zugriff durch andere Nutzer des Platzes)
  • Witterungseinfluss: Salzluft an der Küste, Lagerung im Freien, unter einem Sonnendach, in einer Garage oder Halle
  • Stromanschluss für Batterie-Ladegerät
  • Nähe zum Flughafen, Transport vom/zum Flughafen
  • Übernachtungsmöglichkeit
  • Ausrüstung sichten und optimieren? Fachhandel in der Nähe?
  • Arbeiten am Fahrzeug möglich? Werkstattnähe?

Maßnahmen vor dem Lagern

  • Batterien voll laden und von Verbrauchern trennen
  • Ladegerät für Erhaltungsladung anschließen
  • Volltanken wegen Korrosionsgefahr
  • Motoröl gut auffüllen, abschmieren
  • Reifendruck erhöhen
  • Hölzer vor die Räder, Handbremse lösen, Gang raus, Allrad “N”
  • sichtbare Innenbereiche leer räumen, Utensilien verbergen
  • alles trocken verschließen, evtl. Wagen abdecken
  • Fahrzeugschlüssel 1 an Car Storage
  • Fahrzeugschlüssel 2 mitnehmen
  • Visitenkarte hinter Windschutzscheibe

CDW

Collision Damage Waiver siehe *Versicherungen

Container-
*Verschiffung

Grundsätzlich gibt es drei Varianten ein Fahrzeug im Container →W zu verschiffen:

  1. Das Fahrzeug passt in einen 20-Zoll-Container (Innenmaße 589x233x233cm, Türhöhe 228cm), die teuerste Variante.
  2. Zwei Fahrzeuge (»Container Sharing«) teilen sich einen 40-Zoll-Container:
    (Variante DC: Innen 1203x233x233 cm, Türhöhe 228 cm), (Variante HQ: Innen 1203x233x269 cm, Türhöhe 256 cm).
  3. Open-Top Container für zu hohe Fahrzeuge sind sowohl der Salzluft als auch möglicher Gischt, Regen und Sonne ausgesetzt.

Vorbereitungen:

  • Der Fahrersitz muss frei sein.
  • Oft darf der Tank nur begrenzt gefüllt werden.
  • Eventuell muss die Batterie abgeklemmt werden.
  • Das Fahrzeug muss trocken in den Container kommen. Diese sind dicht, es könnte sonst schimmeln.

Containermaße: Bei Problemen mit den Maßen Auf- und Abbauten entfernen, Luft ablassen bringt ein paar Höhenzentimeter.

Ablauf:

  • Das Containerschiff wird im Containerhafen be- und entladen.
  • Zugang haben Subunternehmer der Spedition.
  • Diese betreiben eine Container Freight Station CFS.
  • Dort wird der Container mit dem Wagen beladen (»stuffing«) und gesichert (Zurrmaterial).
  • Der Container wird verplombt und numeriert.
  • Frachtschiffe sorgen unterwegs wiederholt für Gewichtsverteilung, so dass Container ihren Standort auf dem Schiff wechseln.
  • Möglicherweise wechselt der Container sogar das Schiff.

Für jeden Schritt und für jeden Transport fallen Kosten an, z.B. Terminal Handling Costs THC. Möglichst viele Schritte sollten dokumentiert werden (Fotos, Nummern und Namen aufschreiben).

Frachtschiffe, die Container befördern, sind immer LoLo-Schiffe (Lift-on-Lift-off), da sie per Kran be- und entladen werden.
Selten und vergleichsweise klein sind LoLo-Schiffe, die Fahrzeuge (ohne Container) per Kran be- und entladen, wie etwa die Liemba (vormals Graf GötzenW) auf dem Tanganjika-See.
LoPax-Schiffe
befördern zudem auch mehr als 12 Passagiere.

Die Fachbibel dazu heißt CHB: Container-Handbuch.

Siehe auch *RoRo.

 

D wie DüDo

DAF →W

Van Doorne’s Automobiel Fabriek produziert Lkw in den Niederlanden.

Daimler-Benz
w

Gottlieb Wilhelm Daimler, getauft 1834 als »Däumler«, entwickelte mit Wilhelm Maybach das erste vierrädrige Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor. Nach einer ersten Firma 1887 gründete Daimler 1890 die Daimler-Motoren-Gesellschaft, unter anderem gemeinsam mit Maybach. Ein 1899 von Maybach gebauter Rennwagen erhielt den Namen Mercedes, einen weiblichen Vornamen.

Die Daimler-Motoren-Gesellschaft sowie Benz & Cie (die ältesten Kraftfahrzeug-Firmen weltweit) fusionierten 1926 zur Daimler-Benz AG.

Mercedes-Benz ist heute eine Handelsmarke für Fahrzeuge der heutigen Daimler AG. Zwar nennt man ein Mercedes-Benz-Fahrzeug umgangssprachlich einen »Daimler«.

Die Daimler AG darf diesen Namen jedoch ausschließlich für ihr Unternehmen verwenden, nicht für ihre Fahrzeuge, denn bereits Gottlieb Daimler verkaufte die Rechte an diesem Namen, die über die Daimler Motor Company in Coventry an Ford gerieten und heute bei Tata liegen. Die früher von Jaguar produzierte Daimler Limousine verdankt ihren Namen dieser Geschichte.

DEF

Diesel Exhaust Fluid, siehe *AdBlue

DEKRA → w

Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein, 1925 in Berlin gegründet, siehe *Überwachungsorganisationen.

DIY
Do it yourself

Im englischsprachigen Raum oft verwendete Abkürzung, etwa toyodiy »car-related questions, such as repair procedures of various levels of difficulty (from an oil change to transmission swaps), modifications, general information, part information«

Diagonalreifen

siehe *Reifenbauart

Dieselqualität

Auf die Frage nach Empfehlungen für den Einsatz eines modernen Diesel-Fahrzeugs im außereuropäischen Ausland antwortete ein Hersteller:

»Die XY-GmbH empfiehlt, nur Dieselkraftstoff nach EN 590 oder der relevanten nationalen Spezifikation zu tanken. Dieselkraftstoffe nach DIN-EN 590 mit bis zu 7% Biodiesel-Beimischung wurden 2009 eingeführt. Wir empfehlen Ihnen weiterhin, nur hochwertigen Kraftstoff zu verwenden. Zu den in ausländischen Märkten vertriebenen Kraftstoffqualitäten können wir keine Aussage machen. Im Zweifelsfall ist hierzu der jeweilige Pächter direkt anzusprechen. Es dürfen keine Dieselkraftstoffe verwendet werden, die nicht der oben genannten Spezifikation entsprechen. Alle anderen Dieselkraftstoffe bzw. Spezifikationen wurden von unserer Seite nicht mit Ihrem Fahrzeug getestet, so dass wir hier keine Aussage zu einer Verträglichkeit bzw. Unverträglichkeit treffen können. Generell bleibt die Sachmängelhaftung des Fahrzeuges erhalten. Im Schadensfall behalten wir uns jedoch eine Untersuchung der betroffenen Teile vor um die Ursächlichkeit und einen eventuellen Zusammenhang mit dem verwendeten Kraftstoff zu prüfen. Eine Umrüstung in der von Ihnen genannten Form wird von Seiten der XY-GmbH nicht angeboten. Weiterhin wurden keine entsprechenden Maßnahmen geprüft. Wir hoffen, Ihnen hiermit weiterhelfen zu können.«

DPF
Diesel(ruß)-partikelfilter
W

Seit 2007 müssen neu zugelassene Dieselfahrzeuge die Euro-5-Norm erfüllen. Das gelingt in der Regel nur mit DPF. Andere Dieselfahrzeuge werden steuerlich mehrbelastet und unterliegen Fahrbeschränkungen (rote oder gelbe Plakette). Ältere Fahrzeuge können manchmal mit dem Dieselpartikelfilter nachgerüstet werden – das muss einzeln technisch und hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit geprüft werden.

Dinette

Sitzecke im Wohnmobil

DISH-Adapter

siehe *Gasadapter

DKW
W

Abkürzung zunächst für Dampfkraftwagen (1916-21), dann für den Spielzeugmotor Des Knaben Wunsch (1919) und für den daraus entwickelten Fahrradhilfsmotor Das Kleine Wunder (1921) – alles produziert von Jørgen Skafte Rasmussen in Zschopau/Chemnitz. In diesem Werk entstand 1956 der DKW *Munga, ein leichter Geländewagen mit Allradantrieb.

DLRC

siehe *Fernreisemobil-Clubs

Doka →W

Die Bauart als Doppelkabine bezeichnet indirekt einen Pritschenwagen (Pick-up).

Doppelbereifung

siehe *Zwillingsbereifung

DOT

United States Department of Transportation W, dessen Verfahren zur Kennzeichung des Reifenalters als DOT-Nummer W weltweit übernommen wurde, ebenso wie dessen Minimalanforderungen an Bremsflüssigkeiten in den drei Klassen DOT3, DOT4, DOT5 →W.

Dreikantschlüssel

siehe *Hausmeisterschlüssel

Dual-Battery-System

siehe *BMS

Duct oder Duck Tape

Gewebe-Klebeband:

Das bei der Bundeswehr verwendete Panzertape ist 75 mm breit mit den Kennwerten: Bruchdehnung 11.5 %, Klebkraft 6 N/cm, Zugfestigkeit 80 N/cm.

Duck Tape, von niederländischen doek (Tuch), bezeichnete schon im 19. Jahrhundert Stoffstreifen, allerdings ohne Kleber.

Duct Tape könnte von der improvisierten Anwendung des Gewegebandes herrühren, Rohrleitungen (duct ware) zu flicken. Beide Begriffe werden heute sysnonym verwendet.

Gaffer, Gaffer’s oder Gaffa Tape bezieht sich auf die Verwendung im Bühnenbereich, von engl. gaffer = Beleuchtungsmeister.

DüDo

Mercedes-Benz T2 →W: Der Transporter wurde von 1967 bis 1991/92 in Düsseldorf gebaut und nach der Stadt benannt, vielleicht auch unterscheidend zum Harburger Transporter von Hanomag-Henschel (1966 bis 1978), der zeitgleich auch bei Mercedes gebaut wurde.

Dumping

siehe *Abwasser

Duro
W

Abgekürzt aus dauerhaft und robust. Ein Fahrzeug der *Mowag AG (Schweiz), entwickelt von Bucher-Guyer als 4x4 und 6x6, für zahlreiche zivile und militärische Nutzungen, etwa bei der Schweizer Feuerwehr als Nachfolger des Robur LO und bei der Bundeswehr unter dem Namen Rheinmetall YAK.

DZG

siehe *Fernreisemobil-Clubs

 

E wie Eckhauber

Eckhauber
W

Magirus-Deutz Lkw S 3000 und 3500 (Straße) und A 3000 und 3500 (Allrad), hergestellt 1946 bis 1954, werden auch als »Eckhauber der 1. Generation« bezeichnet →W. Die der 2. Generation wurden ab 1953 bis 1971 insbesondere für den Geländeeinesatz mit Allradantrieb hergestellt. 1971 bis 2003 wurden Eckhauber der 3. Generation produziert. 

DER SPIEGEL 30.08.2014 Gerrit Sievert: Blog: Die Fernweh-Feuerwehr. 

EETS

Abkürzung für European Electronic Toll Service, also Europäischer Elektronischer Mautdienst.

Einzelabnahme
§

Einzelbetriebserlaubnis gemäß §21 StVZO für Fahrzeuge, die zu keinem genehmigten Typ gehören wie etwa Eigenbauten oder typgenehmigte Fahrzeuge, deren Betriebserlaubnis aufgrund bautechnischer Veränderungen erloschen ist.
[Quelle: Kraftfahrtbundesamt]

EG-Fahrzeugklasse
W
§

Die vom Kraftfahrt-Bundesamt vergebenen Typklassen richten sich nach den von der EU definierten Fahrzeugklassen:

  • Pkw sind eine Teilgruppe der Fahrzeugklasse *M1
  • *Geländefahrzeuge sind eine Untergruppe von Pkw.
  • Wohnmobile gehören zur zweiten Teilgruppe von M1
    (Fahrzeuge mit besonderer Zweckbestimmung)
  • *Kraftomnibusse gehören zur Fahrzeugklasse
    *M2(bis 5 Tonnen) und 3 (über 5 Tonnen).
  • *Lkw gehören zur Fahrzeugklasse *N.
  • Anhänger, auch Wohnanhänger, gehören zur Fahrzeugklasse O.

Eigensicherung

Bei Unfällen sichern sich Helfer durch das Beachten der AIRBAG-Regel:

  • Abstand halten
  • Innenraum erkunden
  • Rettungskräfte warnen
  • Batteriemanagement
  • Abnehmen der Innenverkleidung
  • Gefahr an den Airbag-Komponenten

Eigenverbrauch

Die Energie, die die Inselanlage Reisemobil verbraucht, ohne dass energetische Verbraucher genutzt werden. Diese Energie zu minimieren, erhöht die Batteriekapazitäten und verlängert die Standzeiten ohne Investitionen. Dieses schwer bezifferbare Einsparpotential kann in der Größenordnung von 100 Wh liegen.

  • Die Selbstentladung von Batterien aufgrund unvermeidbarer chemischer Vorgänge im Innern der Batterie, abhängig von Bauart, Alter, Pflege. Die Entladerate verdoppelt sich pro 10 Grad Temperaturzunahme, also etwa 0,5 % pro Tag bei 20°C auf 2 % pro Tag bei 40°C.
    Gegenmaßnahme: Ein geschützter kühler Standort.
  • Kriechstrom als ein »Leckstrom« an der Oberfläche von Isolierungen, bedingt durch marode Isolierungen, (Luft-)feuchte, Schmutz- und Staubschichten.
    Gegenmaßnahme: Batteriegehäuse mit Deckel, Kabel und Anschlüsse sauber und trocken halten.
  • Übergangswiderstände entstehen durch Korrosion, lockere Verbindungen, gebrochene Kupferlitzen …, sind selten offensichtlich und bilden die häufigste Fehlerquelle im elektrischen System. Spannungsabfälle im Leitungsverlauf können darauf hinweisen.
    Gegenmaßnahme: Anschlüsse säubern, glätten, neu verbinden, Pole und Anschlussklemmen der Batterie mit Säureschutzfett behandeln. Richtig gepresste Aderendhülsen vermindern die Korrosion erheblich.
  • Ruheströme addieren sich aus dem bestimmungsgemäßen, jedoch vernachlässigten Eigenverbrauch von Geräten: Leuchtanzeigen, LED, Meßinstrumente, Stand-by- oder Sleep-Modus … insbesondere von Ladegeräten, Akkus, Wandlern, Reglern … Unterhaltungselektronik, Kommunikationsgeräte … Alles, was warm wird, leuchtet und sich bewegt oder knistert und tickt, zieht auch Strom. Die Stromentnahme ist individuell zu ermitteln; das Oeko-Institut veranschlagt dafür rund 48 Wh/Tag.
    Gegenmaßnahme: Solche Geräte vermeiden, einzeln bei Bedarf schalten und/oder getrennte Stromkreise für Kurzzeit-Verbraucher mit hoher Aufnahmeleistung sowie für Kleinverbraucher mit geringer Dauerleistung, für Steckdosen, Ladeleisten, Licht.
  • Heimliche (Stille) Verbraucher im engeren Sinne sind entweder bestimmungsgemäß aktiv (Fahrtenschreiber, Alarmanlage, Speicher Radiosender, Uhr, Steuergeräte mit Speicher …) oder auch nicht, immer jedoch nicht offensichtlich oder gar unbekannt. 30 mA Dauerstromentnahme sind ein guter Wert, 100 mA zeigen Handlungsbedarf an.
    Gegenmaßnahme: Ermitteln und stillegen. Gemessen wird beginnend am Pluspol der Batterie mit einem Amperemeter in Reihe zwischen Minuspol und Anschlusskabel. Man zieht beim Messen eine Sicherung nach der Anderen. Sinkt dabei der Messwert deutlich, befindet sich ein heimlicher Verbraucher im soeben abgeschalteten Stromkreis.
  • Leitungsbedingte Verluste: Heutige Pkw enhalten rund zwei km Leitungen, aber selbst im einfachsten Wohnkoffer sind schnell 50 Meter Kabel verbaut, also 100 Meter Leitungen hin und zurück.
    Gegenmaßnahme: Leitungsverluste werden minimiert durch kürzere Leitungen mit höheren Querschnitten. Kabel mit einem Leitungsquerschnitt von 2,5 qmm (9% Verlust) statt 1,5 qmm (14,2% Verlust) erspart 5,2 % des täglichen Energiebedarfs: gut 12 Wh bei 20 Ah (=240Wh) bzw. fast 19 Wh bei 30 Ah (=360Wh).
  • Netzbedingte Verluste: Bei einer 24V-LiMa liegt es nahe 24V-Bordbatterien statt 12V zu installieren. Dies spart weitere 6,6 % Verluste ein, nämlich fast 16 Wh bei 20 Ah (=240Wh) bzw. fast 24 Wh bei 30 Ah (=360Wh).
  • Umwandlungsverluste durch Wandler: Zwischen 24V-LiMa und 24V-Bordbatterie bedarf es keines Wandlers. Auch die anspruchvollsten Verbraucher (Heizung und Kühlschrank) laufen bei 12/24V ohne zusätzlichen Wandler, ebenso gibt es geeignete LED-Leuchtmittel. Lediglich die Kleingeräte der Unterhaltungs- und Telekommunikationselektronik bedürfen eines 12V- oder 230V-Anschlusses. Einen 12V-Anschluss gibt es im Fahrerhaus, erst bei längeren Standzeiten muss ein Wandler 24/12V-an die Bordbatterie angeschlossen werden. Diese Maßnahme wirkt also mehrfach:

▪ Gegenüber einem System mit 12V-Bordbatterie werden also bis zu 15% Umwandlungsverluste vermieden.

▪ Zudem ist der Wirkungsgrad der Motoren von Heizung und Kühlschrank bei 24V höher als bei 12V.

▪ Schließlich werden die Ansprüche an einen Wandler reduziert. Dieser hat den besten Wirkungsgrad bei mittlerer Last. Daher sollte er auf die doppelte benötigte Leistungsaufnahme der Verbraucher ausgelegt sein, darin müssen die Anlaufströme abgedeckt sein. Eigen- und Standby-Verbrauch sollten möglichst niedrig sein. Defekte und überlastete Wandler können Brände auslösen. 

Einpresstiefe

siehe *Felge

Einsatzfahrzeuge
W

Oft dienen Einsatzfahrzeuge als Basisfahrzeug für Fernreisemobile, sind jedoch durch ihre Ausstattung und Bauart in unterschiedlichem Maße dazu geeignet. Für eine zivile Nutzung sind zu entfernen oder zu deaktivieren: Hoheitszeichen, Horn, *Sondersignalanlagen, *Tagesleuchtfarbe.

  • ELW ATF  Einsatzleitwagen Analytische Task Force
    (wie ELW1, aber bis 4,7t und 4x4)
  • ELW1      Einsatzleitwagen (Kleinbus)
  • ELW2      Einsatzleitwagen
    (zwei Räume, Bus- oder Klein-Lkw Fahrgestell)
  • ErkKW     Erkundungswagen
  • FüKW      Führungskraftwagen (ähnlich ELW1)
  • GW         Gerätewagen
    (Geräteboxen oder Ladefläche)
  • I-RTW     Infektionsrettungswagen
    (infektionsdicht zur Führerkabine)
  • ITW        Intensivtransportwagen
  • KdoW      Kommandowagen (Pkw)
  • KTW        Krankentransportwagen
  • LF           Lösch-(gruppen)fahrzeug
    (Geräteboxen & Wassertank)
  • MTF        Mannschaftstransportfahrzeug
  • MTW       Mannschaftstransportwagen
    (rundum Fenster, meist Kunststoff)
  • MZF        Mehrzweckfahrzeuge  
    NAW        Notarztwagen (Pkw)
  • NEF        Notarzteinsatzfahrzeug (Pkw)
  • RTW       Rettungswagen
  • RW         Rüstwagen (Geräteboxen)
  • S-RTW    Schwerlastrettungswagen
    (oft mit Heck-Ladebordwand)
  • SW         Schlauchwagen  

Die *BOS-Datenbank enthält mehr als 100.000 Einsatzfahrzeuge mit Fotos und Beschreibung.

Cimolino, Ulrich; Zawadke, Thomas: Einsatzpraxis: Einsatzfahrzeuge für Feuerwehr und Rettungsdienst (Typen). 2006, Hardcover 454 Seiten, ISBN 978-3-609-68667-7

E-Kennzeichen

siehe *Kennzeichen

Elchtest

Praxistest zum Messen der Fahrstabilität von Pkw bei einem plötzlichen Ausweichmanöver bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Während der Trabant 601 noch mit 75 km/h auf der Bahn blieb (1997), legte sich der Defender 110 TD4 bei Tempo 60 auf die Seite (2007).

Selbstverständlich sind Transporter, Geländewagen und andere Fahrzeuge mit hochliegendem Schwerpunkt bei diesem Test stärker gefährdet.

Dennoch fördern Allradantrieb und »gute« Reifen ein falsches Fahrverhalten. Das gute Gefühl für "Traktion" und "Grip" beim Geradeausfahren täuscht vor, dass die Fahrdynamik auch für eine gute Kurvenstabilität sorgt - dem ist aber nicht so.

Ello

Abgeleitet von der Typenbezeichnung Robur LO →W

ELW
Einsatzleitwagen
W

Einsatzleitwagen 1 sind Kleinbusse oder Kleintransporter mit maximal 4 Tonnen Gesamtgewicht (pdf).

Der elw atf (*Analytical Tasc Force) verfügt zusätzlich über Allradantrieb, ist ein Dreisitzer bis 4,6 t. 

Der Einsatzleitwagen 2 hat Fahrer-, Funk- und Besprechungsräume und muss für 8 Plätze eingerichtet sein. Daher baut er auf Bussen oder Klein-Lkw auf und hat ein maximales Gesamtgewicht von 16 t.

Der Einsatzleitwagen 3 ist ein nicht (mehr) definiertes Fahrzeug für größte Katastrophen mit bis zu 20 Arbeitsplätzen.

Allein der ergänzende Katastrophenschutz in Deutschland verfügt über mehr als 5.000 Einsatzfahrzeuge, ausführliche Details, deren Bezeichnungen (pdf) und deren Ausstattung beim BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe).

Emma

MAN, siehe *Allesfresser

Emissions-schlüssel-
nummer

Die beiden letzten Ziffern (00 bis 88) im Feld Schlüsselnummer zu 1 im alten Fahrzeugschein oder im Feld 14.1 in der *Zulassungsbescheinigung Teil 1.

Energiebedarf

Basisfahrzeuge sind so konstruiert, dass es im Betrieb und auch nach wochenlangem Stillstand keinen Energiemangel gibt: die Lichtmaschine  (LiMa) versorgt die Batterien, der Tank den Motor. Sämtliche Verbraucher können während der Fahrt genutzt werden, ohne dass die Battere leer wird.

Energieversorgungslücken entstehen erst durch Standzeiten un zusätzlichen Energiebedarf im Wohnkoffer. Den größten Energiehunger haben die Nutzenergien Wärme, Kälte und Kochen, also die Verbraucher Heizung, Warmwassergerät, Kühlschrank und Herd.

Mit den Primärenergieträgern Gas, Diesel, Benzin ... lässt sich gerätetechnisch einfach heizen und kochen. Sie haben die größte Energiedichte, sind weltweit verfügbar und jederzeit nutzbar.

Der Sekundärenergieträger Strom ist die edelste Energie: sauber und vielfältig nutzbar, jedoch technisch aufwendig und damit teuer aus Primärenergieträgern (Gas, Diesel, Sonne) zu erzeugen.

Die *Inselanlage Reisemobil mit elektrischer Energie zu betreiben ist technisch aufwendig, also teuer, aber bequem. Insbesondere Wärme aus Strom zu erzeugen ist ökonomisch und ökologisch unsinnig.

Batterien als Speicher für elektrische Energie begrenzen die Standzeiten. Das Laden der Batterien ist durch äußere Umstände bestimmt wie solare Energie durch die verfügbaren Sonnenstunden.

Siehe auch *Eigenverbrauch

Energie sparen

Energieversorgungslücken entstehen bei mehrtägigen Standzeiten, weil der elektrische Energiebedarf durch die Batteriekapazität nicht mehr gedeckt wird. Dieser Zeitpunkt lässt sich verschieben durch:

  1. Konstruktive Maßnahmen:
    Kleine Fensterflächen, effektiv Dämmen, Windfang, Bereiche getrennt heiz- und lüftbar (Wohnen, Kochen, Schlafen, Fahren), bedarfsorientierte Wärmeverteilung, Standorte von Kühlschrank & Heizung, Abfallwärme nutzen, Dachschatten erzeugen …
  2. Energetischen *Eigenbedarf senken (s. dort)
  3. Nutzenergie fokussieren: Heizen im Sitzbereich; Bett und Küche belüften, Lichtkegel für Tisch, Arbeitsplatte, Lesen …
  4. Beim Fahren mit der Lichtmaschine Nutzenergiereserven aufbauen: Warmwasser vorheizen, Kühlschrank möglichst tief kühlen (Eis erzeugen), Speichermassen (Wasser) heizen/kühlen …
  5. Äußere Ursachen fürs Heizen & Kühlen minimieren; z. B. den Standort bedarfsorientiert anpassen: Sonne-Schatten-Wind-Tür-/Fensterflächen nutzen ...
  6. Sinnvoll Lüften: Feuchtezufuhr innen minimieren (Außendusche, Dampfdruckkochtopf, draußen kochen) Feuchteabfuhr stetig ermöglichen (kontrollierter Luftstrom), Lüften mit Wärmetauscher ...

Energiesparziele konkurrieren mit Raumklimazielen (Lüftung, Schimmel) und Reisestil (drinnen oder draußen leben).

Externe Netze zu nutzen schont zwar eigene Ressourcen, ändert aber nichts an den batteriebedingten Standzeiten im Outback: bei 230V-Anschluss elektrisch kochen, heizen, kühlen, laden, also entsprechende Geräte umschalten oder vorhalten: mobiles Kochfeld, Wasserkocher, Lüfter ...

Energietechnik

... umfasst im Wohnbereich der Inselanlage Reisemobil die Bereiche Heizen, Kühlen, Kochen, Lüften und Strom erzeugen.

Die dabei eingesetzten Geräte werden je nach Umständen im 12-, 24- und/oder 110/230-V-Netzen betrieben. Daher kommen eher selten Haushaltsgeräte zum Einsatz. Vergleichbare Geräte finden sich im Bootszubehör oder im mobilen Gewerbeeinsatz.

Kriterien zum Abwägen von Sinn und Nutzen sowie für die Geräteauswahl sind:

  1. Systemkomplexität
    1. Aggregate
    2. Leitungen
    3. Betriebssicherheit
    4. Gewicht
    5. Standortanforderungen
    6. Reparatur/Buschmechanikfaktor
  2. Primärenergie/Brennstoff
    1. Verfügbarkeit Reiseregion
    2. Verfügbarkeit Reisezeit
    3. Verfügbarkeit Umgebung (Aufmerksamkeit)
    4. Energiedichte (MJ/l)
    5. Tank
  3. Kosten/Aufwand
    1. Anschaffung
    2. Installation
    3. Anpassungen
    4. Betrieb (€/24 h)
    5. Wartung
    6. Wirkungsgrad
  4. Emissionen
    1. Abgas
    2. Lautstärke
    3. Vibrationen
    4. Geruch

Energieversorgung

Oberstes Ziel ist es, die Versorgung mit Nutzenergien zu gewährleisten. Dazu müssen erstens die Energieträger verfügbar und zweitens deren Umwandlung technisch gesichert sein. Die Energieträger sind über Tanks und Batterien sicher verfügbar. Einfache Technik, Tests und Wartung sorgen für technische Betriebssicherheit. Autarkie und Zuverlässigkeit über einen längeren Zeitraum verlangen insbesondere Abseits Reisende, die ausgesetzt und auf sich allein gestellt reisen. Wichtige Sekundärziele sind Gewicht und Kosten.

Engländer

siehe *Schraubenschlüssel

Ersatzteil-Katalog

Über Fahrzeug-, Motor-, Universal- oder Artikeldirektsuche zu den Produktdaten im Online-Katalog

Ersatzreifen

siehe *Mitführpflicht

Erste-Hilfe-Ausrüstung

siehe *Mitführpflicht

ETRTO 

Abkürzung für European Tyre and Rim Technical Organisation

ETN

European Type Number, eine europaweit einheitliche Kennzeichnung für Starterbatterien. Nach DIN EN 60095-1 besteht die Nummer aus 3 Gruppen zu je 3 Ziffern:

1. Ziffer:
0-4 = 6 Volt, 5-7  = 12 Volt

2.+3. Ziffer plus Null
=Kapazität In Ah bei 20h Entladung

4. Ziffer: 0 = Batterie mit DIN-Nummer
4. Ziffer: 1 = Neue Batterie ohne DIN-Nummer
4. Ziffer: 9 = Wartungsfreie Batterie mit festgelegtem Elektrolyt.

5.+6. Ziffer
Merkmale wie Gehäusemaße, Schaltung, Pole, Deckel, Boden, Entgasungssystem, rüttelfest,
zyklenfest, Wasserverbrauch ...

7.+8+9. Ziffer plus Null
= Kälteprüfstrom in Ampere

Euronozzle

siehe *Gasadapter

Europa
W

Geographisch ist Europa nur der kleinere Subkontinent des Kontinents Eurasien mit einem Fünftel der eurasischen Landmasse.

Europa ist von Asien nicht eindeutig geographisch oder geologisch zu unterscheiden, in Übereinkunft sieht man Uralgebirge und -fluss als Ostgrenze Europas an (etwa die Städte Workuta, Jekaterinburg, Orenburg, Orsk berührend). Nach Süden zwischem Schwarzem und Kaspischem Meer gilt die Manytschniederung nördlich des und parallel zum Kaukasusgebirge als Grenze; andere finden diese Grenze auf dem Kaukasushauptkamm.

Das südlich angrenzende Georgien ist asiatisch, versteht sich selbst aber als »Balkon Europas«. Sowohl Russland als auch die Türkei liegen sowohl in Europa als auch in Asien.

Europastraßen
W

Ein weißes E auf grünem Grund kennzeichnet auf Schildern und Karten die Europastraßen:

Nummerierung: Europastraßen der Kategorie A sind zweistellig, solche der  Kategorie B dreistellig numeriert. Europastraßen der Kategorie B bilden das Zwischennetz mit abzweigenden, anschließenden und verbindenden Straßenzügen. Gerade Endziffern „0-2-4-6-8“ zeigen den Ost-West-Verlauf an, ungerade Endziffern „1-3-5-7-9“ Nord-Süd-Verlauf.

Das gesamte Netz führt etwa 50.000 Kilometern durch Europa, Zentral- und Kleinasien → Karte.  Die 37 Vertragsparteien stützen sich auf das European Agreement on Main International Traffic Arteries (AGR; Europäisches Übereinkommen über die Hauptstraßen des internationalen Verkehrs) vom 15. November 1975 unter dem Dach der UN/ECE.

Trans- und Interkontinentale Europastraßen der Kategorie A in Ost-West-Richtung:

  • E22 von Holyhead nach Ischim, 5.320 km durch GB-NL-D-S-LV-RUS
  • E38 von Hluchiw nach Schymkent, ca. 3.400 km durch UA-RUS-KZ
  • E30 von Cork nach Omsk, 6.453 km durch IRL-GB-NL-D-PL-BY-RUS
  • E40 von Calais nach Ridder, 8.000 km durch F-B-D-PL-UA-RUS-KZ-UZ-TM-KS
  • E50 von Brest nach Machatschkala, 4.910 km durch F-D-CZ-SK-UA-RUS
  • E60 von Brest nach Irkeschtam, 6.590 km durch F-CH-A-D-H-RO-GE-AZ-TM-UZ-TJ-KS
  • E70 von A Coruña nach Poti, 5.380 km durch E-F-I-SLO-HR-SRB-RO-BG-TR-GE
  • E80 von Lissabon nach Doğubeyazıt, 5.700 km durch P-E-F-I-HR--MNE-KOS-SRB-BG-TR
  • E90 von Lissabon nach Cizre, 4.770 km durch P-E-I-GR-TR-IRQ
  • E121 von Samara nach Gyzylarbat, 2.700 km durch RUS
  • E123 von Chelyabinsk nach Pandschi Pojon (Nizhiniy Panj), 2.840 km durch RUS-KZ-TM-UZ

Transkontinentale Nord-Süd Europastraßen der Kategorie A:

  • E05 von Greenock nach Algeciras, 3.100 km durch GB-F-E
  • E15 von Thurso nach Algeciras, 3.610 km durch GB-F-E
  • E45 von Karesuando nach Agrigento, 4.920 km durch FIN-S-DK-D-A-I
  • E75 von Vardø nach Sitia, 4.340 km durch N-FIN-PL-CZ-SK-H-SRB-MK-GR
  • E105 von Kirkenes nach Yalta, 3900 km durch N-RUS-UA

Ausschließlich in Asien liegende Europastraßen der Kategorie A

  • E88 von Ankara nach Refahiye, 620 km durch TR     
  • E96 von Izmir nach Sivrihisar, 446 km durch TR
  • E98 von Kirikhan nach Reyhanlı, 60 km durch TR -SYR
  • E125 von Ischim zum Torugart-Pass, 2.600 km durch RUS-KZ-KS
  • E127 von Omsk nach Maikapshagai, 1.237 km durch RUS-KZ

eVB

Die elektronische Versicherungsbestätigung hat 2008 die Deckungskarte abgelöst und besteht aus sieben Ziffern und Buchstaben. Sie dient als Nachweis einer Kfz-Haftpflichtversicherung. Diese ist Voraussetzung für die Kfz-*Zulassung, siehe *Versicherungen.

Explorer

siehe *Fernreisemobil-Zeitschriften

 

F wie fern, mobil, reisen

Fahrerlaubnis-klassen

Eine ausführliche Übersicht zu den Fahrerlaubnisklassen bietet das BMV, hier nur kurz die Einteilung vor 1999 → ab 2013 und → die betroffenen Fahrzeugklassen.

1A
      Leistungsunbeschränkte Krafträder
1aA2
      Krafträder bis 25 kW, nicht mehr als 0,16 kW/kg
1b A1
      Krafträder bis 125 cm³, bis 11 kW
2C, CE
      Kfz über 7.500 kg, Züge mit mehr als drei Achsen
3 B, BE, C1, C1E
      Kfz bis 7.500 kg, Züge mit nicht mehr als 3 Achsen
2, 3 D, DE, D1, D1E
      Je nach zGG und Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung
      in  Kraftomnibussen
4 AM
      Zweirädrige Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor
      bis 50 cm³ / 50 km/h

Siehe auch *Führerschein

Fahrgestellnummer

 siehe *FIN

Fahrtenschreiber (Tachograph)   

Ein (ab Werk geeichter) Geschwindigkeitsmesser (Tachometer) mit Uhr, der die gefahrene Geschwindigkeit und Zeit gleichmäßig mittels Mess-Scheibe aufzeichnet (Fahrtenschreiber nach §57a StVZZO in Fahrzeugen mit Erstzulassung vor dem 01.05.2006). Er speichert Lenkzeitunterbrechungen, also Lenk- und Ruhezeiten, und unterscheidet sich damit vom Kilometerzähler (*Hodometer).

Als digitales »EG-Kontrollgerät« ist es seit dem 01.05.2006 durch die EU-Verordnung 561/2006 und 165/2014 vorgeschrieben und speichert neben Lenk- und Ruhezeiten auch: Amtliches Kennzeichen, Bedienung, FIN, Geschwindigkeit, km-Stand, Motordrehzahl, Querbeschleunigung, Werkstattdaten … Hier gibt es keine Tachoscheibe, sondern eine Fahrerkarte, die vom Unternehmer ausgestellt wird und von seiner Unternehmenskarte abhängt.

Der Tachograph ist also Voraussetzung zur Kontrolle der *Sozialvorschriften. Er ist aber auch als technische Einrichtung des Fahrzeugs gesetzlichen Vorgaben unterworfen. Das führt zur Verwirrung, wenn das Fahrzeug nämlich als Wohnmobil oder historisches Fahrzeug zugelassen ist, jedoch nicht gewerblich genutzt wird. Nach Auskunft des zuständigen Ministeriums entfallen dann sowohl die Kontrollgerätepflicht als auch die Überprüfung des Kontrollgerätes/Fahrtschreibers gemäß § 24 Abs. 4 KFG. Bei BAG-Straßenkontrollen und und der HU-Abnahme könnte das zu Diskussionen führen, insbesondere mit dem Hinweis auf übergeordnetes EU-Recht.

Die oft zitierte Pflicht, einen eingebauten Tachograf zu betreiben, gibt es nur für den Sonderfall, dass ein Transporter mit einer zGM von 2801 bis 3500 kg gewerblich gefahren wird, denn für diese Gewichtsklasse genügt eigentlich ein Tageskontrollblatt ohne Fahrtenschreiber.

http://www.bag.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Merkblaetter/Leitfaden_Rechtsvorschriften.html

Fahrzeugart

Oberbegriff für die nationale Fahrzeugeinstufung, zum Beispiel Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, selbstfahrende Arbeitsmaschinen.
[Quelle: Kraftfahrtbundesamt]

Fahrzeugbrief

 siehe *Zulassungsdokumente

Fahrzeug-Abmessungen

Die StVZO §32 nennt maximale Fahrzeugmaße und beschreibt, wie diese zu ermitteln sind. Damit sind die maximalen Abmessungen eines Wohnmobils vorgegeben:

  • Fahrzeugbreite höchstens 2,55m, Pkw 2,50m
  • Fahrzeughöhe höchstens 4,00m
  • Fahrzeuglänge mit Anhänger höchstens 12,00m

Andere Fahrzeuglängen gelten für Kraftomnibusse und Sattelschlepper mit 2 und mehr Achsen.

Begrenzende Maße

  • Für Wohnmobile, die länger als 10m oder höher als 3,20m einschließlich Ladung sind oder die zulässige Gesamtmasse von 7,5 t überschreiten, entfallen laut ADAC-Schutzbrief §4 Satz 4 folgende Leistungen:
    Bergung, Fahrzeugtransport, Pick-up-Service, bei Totalschaden der Transport vom Schadenort zum Einstellort sowie vom Einstellort zum endgültigen Verschrottungsort oder zur Zollstelle.
  • Die Autobahn-*Maut ist in vielen EU-Ländern höhen- und längenabhängig.
  • Die Türhöhe bei *Containern beträgt 228 bzw. 256 cm.
  • Autofähren setzen Preisstufen häufig bei 6 - 8- 10 Metern Länge.

Fahrzeugalter

Vor dem Kauf eines Fahrzeugs finden sich Hinweise auf das Fahrzeugalter über: 

  • Scheibenstempel
  • Reifenalter
  • Motornummer
  • Fahrgestellnummer
  • Zulassungsdokumente
  • Kraftfahrtbundesmt KBA

Abweichungen und Widersprüche geben Anlass zur Ursachenforschung, der ADAC gibt Tipps.

Kilometerstand und Fahrzeugalter sollten mit den Gebrauchsspuren (Lenkrad, Schaltknüppel, Sitze, Pedale ... ) übereinstimmen.

Fahrzeugpapiere

siehe *Mitführpflicht

Fahrzeugzustand

1    Technisch und optisch ohne Mängel, Beschädigungen oder Gebrauchsspuren, also wie neu und entsprechend selten.

2     Technisch und optisch einwandfrei und ohne Mängel mit leichten Gebrauchsspuren und geringem Verschleiß der Laufleistung entsprechend, ob nun gut und unrestauriert oder fachgerecht restauriert.

3    Fahrbereit und vehrkehrssicher ohne größere technische und optische Mängel, ohne Durchrostungen, der Laufleistung entsprechend sowie ohne dringenden handwerklichen Handlungsbedarf.

4    Alle Baugruppen sind vollständig erhalten, können jedoch beschädigt sein, also eingeschränkt fahrbereit. Durchrostungen sind vorhanden, vor der HU nach §29StVZO sind instandsetzende Arbeiten nötig.

5    Mängel und Fehlteile an allen Baugruppen sind offensichtlich, das Fahrzeug ist nicht fahrbereit, kann also Teileträger sein oder erfordert eine umfassende Restauration.

Mehr Infos: TÜV Südwest Ludwigsburg: Tipps für Selbstausbauer

FIN
Fahrzeug-Identifizierungs-nummer
W

Jedes Fahrzeug muss »ohne dass andere Angaben herangezogen werden müssen - für die Dauer von 30 Jahren einwandfrei über den Hersteller identifiziert werden« können. Das verlangt die Verordnung EU 19/2011 (früher 76/114/EWG, 78/507/EWG).

Dazu dient die Fahrzeug-Identifizierungsnummer FIN (engl. vehicle identification number VIN). Diese löste die Fahrgestellnummer ab und ist international genormt (ISO 3779-1983) als 17-stellige Nummer, deren Ziffern bedeuten:

  • 1–3  Hersteller nach World Manufacturer Identifier WMI
    alphabetische und numerische Listen beim *KBA
  • 4–9  Vom Hersteller intern festgelegter Baureihen-Code
  • 10    Modelljahrescode
    Die Zeichen 123456789ABCDEFGHJKLMNPRSTVWXY kodieren 30 Jahre ab 1971 bzw. ab 2001. Das Modelljahr kann bereits im Herbst des Vorjahres beginnen, sich also vom Produktionsjahr unterscheiden.
  • 11     Herstellerwerk
  • 12-14 kann die WMI fortsetzen, wenn diese auf "9" (Ziffer 3) endet.
  • bis 17 fortlaufende Numerierung

Die FIN steht in der *Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein) in Feld E sowie mehrfach am Fahrzeug, meist eingestanzt bzw. auf dem Typenschild, zu suchen im Motorraum, dort auf der Spritzwand, am Trittblech neben dem Beifahrersitz, im Kofferraum, auf der rechten Fahrzeughälfte ... oder ist durch die Windschutzscheibe auf einem Schild im Armaturenbrett lesbar.

FIN/VIN-Decoder hier und hier.

Fahrzeugschein

siehe *Zulassungsdokumente

Felge

Die Teile der Felge werden bezeichnet als:

  • Bett: der Innenboden der Felge
  • Einpresstiefe: Der Abstand zwischen der Radmitte (in Laufrichtung, quer zur Achse) bis zur Auflagefläche der Felge auf der Radnabe ist auf der Felge eingeschlagen. Sie wirkt sich aus auf den Raum für die Bremstrommel, Spurbreite, Lenkrollradius, Achsschenkelbolzen-Versatz, Fahrverhalten, Radlagerführung sowie bei Zwillingsreifen auf den Mittenabstand. Eine negative ET (oder OS für Offset) zeigt an, wie weit das Rad nach außen wandert, also die Spurweite vergrößert.
  • Horn: die seitliche Abstützung für den Reifenwulst
  • Hump: Buckel oder Höcker, der bei schlauchlosen Reifen das Abrutschen des Reifenwulstes in das Felgenbett verhindert; etwa bei stark abgesenktem Innendruck und/oder starken Seitenkräften in Kurven beim Bergabfahren. Beim Montieren erfordert das Überwinden des Hump einen vorübergehenden Überdruck von 3-4 bar (Pkw) oder 8-9 bar (Lkw), der durch ein Knall hörbar ist.
  • Maulweite: der Abstand von Horn zu Horn
  • Schulter: die Sitzfläche für den Reifenwulst

Leichtmetall- und Stahlfelgen werden eindeutig identifizierbar in der Form: 9Jx20 H2 ET 25 LK 5x120 MZ55

  • 9  Felgenbreite, also Maulweite in Zoll
  • J   Form und Ausführung des Felgenhorns (J = 17,3 mm hoch)
        möglich wären z.B. auch H, P, K, JK
  • x  einteilige Tiefbettfelge
        möglich ist auch – (Strich) = mehrteilige Flachbettfelge
  • 16 Felgendurchmesser an der Felgenschulter in Zoll
  • H2 Hump beidseitig, möglich ist auch H1
  • ET Einpresstiefe, hier:  positiv 25 mm
        möglich wäre auch ET −25 für eine negative Einpresstiefe
  • LK Lochkreis
  • 5×  Anzahl der Löcher für die Radbolzen
  • 110  Durchmesser des Lochkreises in mm
        gemessen  bis zur Mitte der Löcher
  • MZ  Mittellochzentrierung (auch: Nabenbohrung)
    hier: 55 mm Durchmesser

Damit die Felgen zum Reifen passen, müssen Felgenbreite und -durchmesser mit den Maßen der Reifen übereinstimmen.

Damit die Felgen zum Fahrzeug passen, müssen Lochzahl, Lochkreis und Durchmesser der Radnabenbohrung übereinstimmen. Auch der Durchmesser der Löcher des Lochkreises kann variieren (z. B. bei den Transportern von Mercedes und VW mit 12 bzw. 14 mm).

Damit die Felgen zum Radkasten und zur Spurweite der Vorderachse passen, muss die Einpresstiefe stimmen.

Fernreise-mobiltreffen

1992 bezeichnete Willy Janssen das von ihm ins Leben gerufene Treffen erstmals als Internationales AL28 Globetrotter- und Fernreisemobiltreffen. Es entstand 1980 als Hanomag-AL28-Treffen, doch es kamen immer mehr andere Marken und Fahrzeugtypen, immer mehr »Irre Typen und originelle Mobile«. Die Teilnehmer selbst sprechen meist kurz von »Willys Treffen« - es war das erste seiner Art und ist bis heute das größte privat organisierte Fernreisemobiltreffen.

Fernreisemobil
International

In German a recreational vehicle is called Wohnmobil or Wohnwagen (trailer type). Wohnen means live or reside.  A Fernreisemobil is more individual for Globetrotters and specialised for long-term travelling.

Asuntovaunu ♦ autocaravane ♦ cab-over ♦ Camper ♦ camper trailers ♦ campervan ♦ campeur ♦ camping-car ♦ Campingvogn ♦ Caravan ♦ Caravana ♦ caravane ♦ caravane à capucine EMSI "Formule Z" ♦ Caravane de type clip car ou Randocar ♦ Caravane pliante en toile ♦ Caravane rigide à deux essieux ou plus ♦ Caravane rigide surbaissée à un essieu ♦ Caravane surbaissée ♦ fifth wheel trailers ♦ Folding trailer ♦ Full-Integraal ♦ Husvagn ♦ Hybrid trailer ♦ kampeerauto ♦ Kampeertrucks ♦ Karavan ♦ Klapcaravan ♦ Le clip car ♦ Luton ♦ mobile homes ♦ mobilhome ♦ motorhome ♦ motorisé ♦ Namelis-autopriekaba ♦ pickup truck ♦ pop-up camper ♦ pop-up trailers ♦ Randocar ♦ recreational vehicle ♦ Résidence mobile de loisir ♦ Ruldomo ♦ Sleurhutte ♦ sport utility vehicle ♦ Teardrop Trailer ♦ tent camper ♦ Toterhome ♦ Toy hauler ♦ tractor-trailers ♦ travel home ♦ travel trailer ♦ truck camper ♦ véhicule récréatif ♦ Vouwcaravan ♦ Vouwwagen ♦ wagentent ♦ Winnebago ♦ Woonwagen ♦ zwerfwagen ♦ Камп-приколица

»C'est le plus gros rassemblement européen de CC 4x4, ça se passe en Allemagne … C'est vrai que c'est tentant comme rassemblement de "Gros"... et puis ça manque de tofs de TRM«

Fernreisemobil-
Zeitschriften

Allradler - Das Abenteuer Offroad Magazin
Viele Menschen, die raus aus dem Alltag und rein ins Abenteuer steuern, tun das begeistert mit ihrem Allradler. Sie kommen dorthin, wo andere längst umkehren! Allradler sind Outdoorer, mit einer hohen Affinität zur Natur und zu technischem Equipment. Nur wer gut ausgerüstet ist, erlebt die Welt offroad in vollen Zügen. Ob das Fahrzeug groß oder klein, alt oder neu ist, spielt keine Rolle, abends am Lagerfeuer sind alle Allradler gleich!
Erscheint 1/4-jährlich mit 116 Seiten Umfang in einer Auflage von  25.000 Exemplaren. 

Explorer - On tour. Off road.
Globetrotter und Overlander sind keine typischen Offroader und auch keine typischen Reisemobilisten. Einen darauf abgestimmten Themenmix  bietet EXPLORER: Technik, Service, Tests oder Portraits  – jede Facette des Fernreisens wird von einem erfahrenen Team aus Journalisten, Fotografen und Grafikern abgedeckt.
Erscheint 1/4-jährlich mit 132 Seiten Umfang in einer Auflage von  31.000 Exemplaren.

Fernreisemobil-
Clubs

DZG - Der Globetrotter Club

Die Deutsche Zentrale für Globetrotter e.V. W wurde 1974 gegründet, hat rund 900 Mitglieder, gab das *Selbstreise-Handbuch und gibt die Zeitschrift DER TROTTER heraus und veranstaltet Globetrottertreffen. Norbert Lüdtke war 1999 bis 2015 Vorsitzender des Clubs.

DLRC

Der Deutsche Land Rover Club e.V.  wurde 1975 gegründet und gibt eine Zeitschrift heraus. Jährlich finden drei große Treffen statt, die Landesgruppen bieten eine Vielzahl regionaler Veranstaltungen an.

Fernreisemobil-
Foren

www.allrad-lkw-gemeinschaft.de 

www.busfreaks.de/strohrum

www.kat-forum.de

www.offroad-forum.de 

http://pinzforum.kiruna.de

www.steyrforum.de

www.unimog-community.de 

www.womobox.de

www.4x4community.com

Feuerwehrdreikant

siehe *Hausmeisterschlüssel

Feuerwehrfahrzeug
W

Feuerwehrfahrzeuge werden nach DIN EN 1846 kategorisiert in:

drei Massenklassen:

  1. Leicht (L): 3 t < GM ≤ 7,5 t
  2. Mittel (M): 7,5 t < GM ≤ 16 t
  3. Super (S): GM > 16 t

drei Einsatzbereiche:

  1. straßenfähig
  2. geländefähig
  3. geländegängig
    siehe *Geländegängigkeit

FeV
Fahrerlaubnis-Verordnung
§

Die Fahrerlaubnis-Verordnung enthält die früheren §§ 1 bis 15 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung StVZO und setzt auf nationaler Ebene das EU-Recht laut  Richtlinie 2006/126/EG um. Sie enthält unter anderem Regeln und Bestimmungen über

  • die Teilnahme am Straßenverkehr
  • die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr
  • das Führen von Kraftfahrzeugen
  • das Erteilen einer Fahrerlaubnis
  • die Fahrerlaubnisklassen
  • das Punktesystem
  • das Entziehen und Beschränken der Fahrerlaubnis
  • das Zentrale Fahrerlaubnisregister in Flensburg

FIA
W

Die Fédération Internationale de l’Automobile wurde 1904 als Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus AIACR gegründet und ist der internationale Dachverband für Automobile und deren Halter mit Sitz in Paris.

Flex

Ein bestimmter Hersteller von Winkelschleifern, dessen Firmenname zum Gattungsnamen des Gerätes wurde, etwa wie Tempo für Papiertaschentücher oder *Inbus.

Flightcase

Ursprünglich im gewerblichen Bereich stabile Boxen, Kisten, Koffer aus beschichtetem Multiplexholz mit Aluminium-Profilen als Kantenschutz, meist genietet, oft mit Stahl-Kugelecken und Laufrollen sowie Butterfly-Verschlüssen und Klapptragegriffen.

In angepasster Form (»Racks«) werden sie auch in Wohnkoffern verbaut; »Flightcase-Optik« wird gerne beschreibend verwendet.

Flugrost

bezeichnet nach DIN 50 900 Teil 1 eine beginnende Korrosion auf der Oberfläche von Eisen oder Stahl, auch wenn diese sich nicht einfach abwischen lässt.

Folgetonhorn

siehe *Sondersignal

Franzosen

siehe *Schraubenschlüssel

Freiheit

Abfahren-freiheit_2017.pdf
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»Meine Freiheit ist nicht deine Freiheit« - eine Grundbedingung selbstbestimmten Reisens:

Von Freiheiten und solchen Reisen ♦ Freies Reisen & Freie Reisende ♦ Die Freiheit der Landstraße, ...  der Seßhaften, ... der Abenteurer und Urlauber, ... der Nomaden

NORBERT LÜDTKE © Zuerst veröffentlicht in DER TROTTER/DZG Ausgabe 127 (2007)

Siehe auch *Reisende, *Fremdheit, *Zeit

Fremdheit

 

Abfahren-fremd_2017.pdf
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Die Fremdheit des Reisens & der Reisende als Staunender - eine Grundbedingung selbstbestimmten Reisens:

Das Neue & die Neugier ♦ Der Genuss erfüllter Gegenwart ♦ Das persönlich Fremde ♦ Der Reisende als Fremder in der Ferne ♦ Die Metamorphose des Fremden ♦ Der Fremde als Barbar, ... als Feind  
... als Gast, ... als Eindringling, ... als Ausländer, ... als Zuwanderer ♦ Der Reisende als Fremder in der Heimat ♦ Das kulturell Fremde ♦ Die Fremden bei sich, im Anderswo ♦ Die Fremden bei uns, im Hier und Jetzt

NORBERT LÜDTKE © Zuerst veröffentlicht in DER TROTTER/DZG Ausgabe 130 (2008)

Siehe auch *Reisende, *Freiheit, *Zeit

Freies Campen

»Wild Campen« ist in den meisten Ländern der EU ausdrücklich verboten. Davon zu unterscheiden ist das einmalige *Übernachten und Parken im öffentlichen Raum sowie *Campen.

Als Gewohnheitsrecht führt das »Jedermannsrecht« →W (jedermansrätten, allemansrätten, allemannsretten, all-men’s-right) in manchen Staaten dazu, dass die Nutzung der freien Natur (»unkultiviertes Land«) mehr oder weniger toleriert wird:

♦ Finnland ♦ Norwegen ♦ Schottland ♦ Schweden ♦ Schweiz ♦ Estland ♦ Lettland ♦ Litauen ♦ Dänemark.

Diese Nutzung umfasst in unterschiedlichem Maße:

♦*Betretungsrecht (Deutschland) ♦ Wegerecht (Österreich) ♦ freien Zugang zur Küste ♦ Baden ♦ Rudern ♦ Paddeln ♦ Segeln ♦ mit Booten anlegen ♦ Fischfang ♦ Übernachten ♦ Feuer machen ♦ Beeren und Pilze sammeln ...

Bestimmungen für freies Campen in Europa hat der ADAC zusammengestellt für Wohnmobile bis 3,5 t (pdf) und für solche von 3,5 t bis 7,5 t (pdf).

Fridolin

VW-Kleintransporter Typ 147 (1964–1974) →W

Frontlenker
W

Die Bauform der Motorhaube wird bedingt durch Größe und dadurch die Lage von Motor, Führerhaus und Vorderachse. Das führt zu den drei grundlegenden Formen Langhauber, Kurz- oder Rundhauber sowie Frontlenker. Frontlenker haben sich letztlich gegenüber den Haubern durchgesetzt. Da sie meist einen Unterflurmotor haben, werden sie im amerikanischen Englisch Cab over Engine COE genannt.

www.spiegel.de/auto/fahrkultur/warum-lastwagen-in-deutschland-und-den-usa-unterschiedlich-aussehen-a-855319.html

Front- oder Rammschutzbügel

auch Bullen-, Kuh-, Hirschfänger, Bush kit ... diente ursprünglich als Rammschutz gegen Wild, dann auch als Geräteträger für Seilwinden oder Scheinwerfer oder einfach der Optik.

Seit 2006 in der EU für neu zugelassene Fahrzeuge der Klasse M1 (Pkw) bis 3,5 Tonnen verboten, da sie das Verletzungsrisiko für Fußgänger deutlich erhöhen.

Froschauge

Das erste geschlossene Führerhaus des Unimog 1953.

Führerhaus
W

Art und Form des Führerhauses beim Lkw führten zu einer ganzen Reihe von Spitznamen wie Rattenfalle, Hundehütte oder Folterkammer, für die Schlafkammern Nistkasten oder Plastiksarg.

Führerschein
W

Der Führerschein dokumentiert die Fahrerlaubnis. Den Zugang regelt die Richtlinie 2006/126/EG. sowie deren nationale Umsetzung in der Fahrerlaubnis-Verordnung FeV. Darin werden unter anderem die Führerscheinklassen W definiert.

Der Internationale Führerschein ist geregelt in FeV §25a und b. Er gilt drei Jahre.

FZV
Fahrzeug-Zulassungs-Verordnung
§

Die »Fahrzeugzulassungs-Verordnung« definiert 25 Begriffe in §2, etwa:
Probefahrt, Prüfungsfahrt, Überführungsfahrt, *Oldtimer, *EG-Typgenehmigung, nationale Typgenehmigung, Einzelgenehmigung, Übereinstimmungsbescheinigung ... 

Sie regelt insbesondere:

  • Zulassung und Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen    
  • Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II (Inhalt, Form)
  • Kennzeichen (Zuteilung, Aussehen, Anbringung)
  • *Versicherungspflicht
  • Regeln für die zeitweilige Teilnahme am Straßenverkehr
  • Fahrzeugregister (örtlich, KBA)

Die FZV entstand ab 2007 aus den zulassungstechnischen Abschnitten der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) und der Fahrzeugregisterverordnung (FRV).

 

G wie Gelände

G W

Mercedes G: »Der G« wird seit 1979 gebaut, anfangs als joint venture von Daimler-Benz und Steyr-Daimler-Puch.

Galileo

siehe *GPS

Gas

Gas für Wohnmobile und Camping ist in unterschiedlichen Gebinden erhältlich. »Flüssiggas«, also unter Druck verflüssigtes Gas, kann jedoch chemisch verschieden sein:

LPG (Liquefied Petroleum Gas) oder NGL (Natural Gas Liquids) oder GPL (Gaz de pétrole liquéfié) ist als »Autogas« bekannt und bezeichnet Gemische aus Ethan, Propan, Butan ..., die bei Raumtemperatur und unter 10 bar Druck flüssig bleiben.

Das Gemisch besteht jahreszeitabhängig aus:

40% Propan - 60% Butan ab 04 bis 11
60% Propan - 40% Butan ab 12 bis 03

LNG (Liquefied Natural Gas) wird aus Erdgas abgetrennt und besteht zu mehr als 75 Vol.-% aus Methan; flüssig wird es nur unter sehr hohem Druck.

Propan und Butan werden praktisch immer als Gemisch verkauft, aber in wechselnder Zusammensetzung von 50:50 bis 95:5. Butan hat den Nachteil, dass es bei Frost flüssig bleibt - strömt also nicht aus dem Gasbehälter aus.

Graue Flaschen sind Eigentum des Käufers, rote Pfandflaschen bleiben Eigentum des vertreibenden Unternehmens.

Die blauen Butangasflaschen von Campinggaz werden vom Kunden gekauft (kein Pfand), jedoch wieder eingetauscht. Sie haben kein eingebautes Sicherheitsventil.  Ihr Vorteil ist die nahezu weltweite Verfügbarkeit, nachteilig sind die Kosten und Butan unterhalb 0°C. 

Alutanks können mit Autogas /LPG betankt werden, das Adapterproblem bleibt.

Das Problem ist die Vielfalt der Systeme außerhalb Deutschlands und erst recht außerhalb Europas.Manche Reedereien schließen Gasflaschen (wenn sie nicht fest installiert sind) vom Transport aus; andere verlangen das Spülen der Flaschen mit Stickstoff. Selbst wenn die Adapter passen so können Sicherheitsbestimmungen das Befüllen erschweren.

Gasadapter

LPG-Tankadapter sind aus Messing und sollten der Norm ECE 67R-01 entsprechen. In Europa gibt es drei alte und ein neues System zum Anschluss an die Tankpistolen:

  • DISH- oder Italien-Adapter für Dänemark, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien, Bos.-Herzegowina, Kroatien, Montenegro, Serbien, Slowenien, Portugal, Schweden, Tschechien, Polen, Österreich, Bulgarien, Schweiz, Estland, Lettland, Litauen, Mazedonien, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Ukraine, Türkei
  • ACME- oder Europa-Adapter mit Trapezgewindeanschluss für Deutschland, Belgien, USA, Schweiz, Irland, Luxemburg, Kanada, Australien
  • Bajonett- oder Flüssiggas- oder NL-Adapter für Spanien, Norwegen, England, Luxemburg, Schottland, Niederlande, Frankreich Polen, Russland, USA
  • Euronozzle-Adapter nach EN 13760 hat in Spanien den Bajonettanschluss abgelöst.

Adapter verbinden diese vier Anschlüsse mit unterschiedliche Außengewindearten und -größen (21.8, M 10 bis M 22) und Längen zwischen Tank und Zapfpistole. Zudem gibt es Adapter von ACME auf Bajonett und ACME auf Dish.

Über Know-How zur Anfertigung spezieller Adapter verfügt  die Wynen Gas GmbH in 41747 Viersen.
Die Verhältnisse in anderen Kontinenten kennt Seabridge.

Gebrauchtwagen-
handel

www.feuerwehr.de 

www.jsfeuer.com 

www.padh.de

http://home.mobile.de

www.truckscout24.de 

http://reisemobil-international.de/markt/

Gelände, Fahr-

Gelände ist alles, was abseits der Straße liegt. Allerdings gibt es Straßen und Pisten, die schlechter zu befahren sind als das Gelände daneben.

Gelände ist dort nicht mehr befahrbar, wo völlig andere Eigenschaften zur Fortbewegung benötigt werden, mit anderen technischen Lösungen:

  • Amphibienfahrzeuge
  • Sumpfgleiter mit Propellerantrieb
  • Luftkissen-Fahrzeuge
  • Motorschlitten
  • Kettenfahrzeuge 

Einzelne Hindernisse lassen sich mit Arbeit, vielen Menschen, Seilwinde oder Kettensäge überwinden,doch kommen Geländefahrzeuge an ihre Grenzen, wenn:

♦ Klippen in einen Abgrund führen ♦ Klüfte nicht überbrückbar sind
♦ dichter Baumbestand ein Fortkommen vereitelt
♦ Wasser tiefer als 50 cm ist ♦ Morast grundlos wird
♦ Felsblöcke sich nicht mehr umfahren lassen
♦ die Steigung zu groß wird ...

Eine Piste, die langsam zum unbefahrbaren Gelände wird, ist etwa die Strecke Lubumbashi-Kinshasa.

Geländegängigkeit

Gewicht an der Zuladung zu sparen ist die einfachste Möglichkeit die Geländegängigkeit zu verbessern; die Zuladung gut zu verteilen ist eine weitere. Dazu bedarf es einen tiefen Schwerpunktes und einer durchdachten Lastverteilung auf die Achsen.

Technisch kann die dazu benötigte Bodenhaftung auf mancherlei Art verbessert werden, oft auch durch nachträgliche Umbauten, insbesondere durch

  • Bodenfreiheit des Fahrzeugs
  • Art und Größe der Reifen
  • Federung
  • Untersetzung
  • Allradantrieb mit Sperrdifferentialen

Messbare Kriterien für Geländegängigkeit sind beispielsweise:

  • Bodenfreiheit
  • Böschungswinkel
  • Steigfähigkeit
  • Überhangwinkel
  • Rampenwinkel
  • Verschränkungsfreiheit
  • Wattiefe
  • Kippwinkel
  • ...

Zudem sind Geländewagen konstruktiv für das Gelände ausgelegt, dabei lassen sich sämtliche Fahrzeugkomponenten hinsichtlich ihres Einflusses auf die Geländegängkeit variieren. Doch wird ein Fahrzeug mit geländeuntauglicher Geometrie (Radstand, Massenverteilung, Rahmenart ...) auch mit Allradantrieb nicht zum guten Geländewagen. Zudem kann falsches Fahrverhalten durch gute Technik kaum ausgeglichen werden.

Darüber hinaus ist Geländegängigkeit aber nur eine von mehreren Anforderungen, die an ein Fahrzeug gestellt werden. Insbesondere wenn dieses reisefähig sein soll, muss das Anforderungsprofil individuell formuliert werden und wird für jede Person, jede Reise und jede Region anders aussehen.

Geländefahrzeug

Geländefahrzeuge der EU-Fahrzeugklassen N1/2/3 und M1/2/3 werden  definiert in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) Anlage XXIX (zu § 20 Absatz 3a Satz 4) und in Anhang 2 zur Richtlinie 2001/116/EG. Je nach Fahrzeugklasse wird u.a. gefordert:

  • mehrere (auch abschaltbare) angetriebene Achsen
  • eine Differentialsperre oder etwas Vergleichbares
  • Steigungswinkel => 25 bzw. 30 Prozent
  • Rampenwinkel => 20 bzw. 25 Grad
  • Überhangwinkel vorn/hinten => 20 bzw. 25 Grad
  • Bodenfreiheit unter der Vorderachse => 180 bzw. 250 mm
  • Bodenfreiheit unter der Hinterachse => 180 bzw. 250 mm
  • Bodenfreiheit zwischen den Achsen => 200 bzw. 300 mm

Die Feuerwehr definiert:

  • Ein geländefähiges Fahrzeug muss in besonderem Maße Bodenunebenheiten, Steigung und Untergrundarten bewältigen können,  23° Böschungswinkel und 18° Rampenwinkel.
  • Ein geländegängiges Fahrzeug hat: Böschungswinkel 35° (vorn und hinten), Rampenwinkel 30° für Klasse M, für leichte Fahrzeuge (L) 30° bzw. 25°.

Generalschlüssel

Werkstattjargon für Bolzenschneider

Gesetz

Etwas »Gesetztes«, Feststehendes, das unser Verhalten als richtig oder falsch bewertet, nennt man Gesetz: Verfassungsrecht, förmliche Gesetze, Rechtsverordnungen, autonome Satzungen ebenso wie Gewohnheitsrecht. Gesetzt werden solche Normen im sozialen Umfeld, in Kommunen, Ländern, national und transnational.

»Europäische Gesetze« gibt es als

  • Richtlinien W legen ein Ziel fest und setzen einen Zeitrahmen für dessen Umsetzung. Sie müssen in nationales Recht umgesetzt werden.
  • Verordnungen W sind sofort und unmittelbar in allen Mitgliedstaaten verbindlich. Die ihnen widersprechende ältere und abweichende national Gesetzgebung wird sofort wirkungslos und muss angepasst werden.
  • Entscheidungen regeln konkrete Sachverhalte gegenüber bestimmten Adressaten und können wie Richtlinien wirken.

Die nationale Gesetzgebung in Deutschland unterscheidet mehrere Normentypen, die hierarchisch geordnet sind:

  • Höchste Norm des Bundesrechts ist die Verfassung, also das Grundgesetz.
  • Darunter ordnen sich die Bundesgesetze, die vom Parlament verabschiedet werden.
  • Auf dritter Ebene folgen Rechtsverordnungen nach Artikel 80 Absatz 1 Grundgesetz durch die Regierungen und Minister von Bund oder Ländern auf der Basis bestehender Gesetze.
  • Mit Satzungen regeln Selbstverwaltungskörperschaften ihre eigenen Angelegenheiten.
  • Allgemeine Verwaltungsvorschriften gehen letztlich von den Bundesministerien aus und binden nur die Verwaltung. Sie richten sich nicht unmittelbar an die Bürger. 

Gewaltbereitschaft, technische

Es gibt nicht allzuviele Merksprüche für Techniker, doch diese betonen den Gewaltaspekt, etwa: 

  • Unendlich ist des Schraubers Kraft, wenn mit Verlängerung er schafft.
  • Wo Gewalt nicht hilft, hilft noch mehr Gewalt.
  • Nach "fest" kommt zwar "ab", doch kommt erst kurz vor "ab" auch "fest".

Da helfen nur Drehmomentsensoren in den Fingerspitzen.

Gewicht

siehe *Masse

gl, glg

Abkürzungen für *geländegängig

Globetrotter-Clubs

Australien        Womens Adventure Club        2008    englisch    www.adventurouswomen.com.au
Belgien    Brügge    Wegwijzer Reisinfo            französisch    www.wegwijzer.be
Bulgarien    Sofia    Travellers Club Bulgaria            bulgarisch    www.travellers-bg.com
Dänemark    Kopenhagen    Adventurers' Club         1938        www.adventurersclub.dk
Dänemark    Kopenhagen    De Berejstes Klub     DBK    1996    dänisch    www.deberejstesklub.dk
Deutschland    Berlin    Abgefahren e.V        2007    deutsch    www.abgefahren-ev.de
Deutschland        Deutsche Zentrale für Globetrotter e.V.    DZG    1974    deutsch    www.globetrotter.org
Deutschland    München    Euro-Arabischer Freundschaftskreis e.V.     EAF    1981    deutsch    www.eaf-ev.de
Deutschland     München    Sahara Club        1984    deutsch    www.sahara-club.de
Ecuador    Quito    South American Explorers Clubhouse        1989    englisch    www.saexplorers.org/explore/peru/quito-clubhouse
Finnland    Helsinki    Travellers' Club    TCF    1994    finnisch    www.tcf.fi
Frankreich    Paris    Aventure du Bout du Monde ABM    ABM    1988    französisch    www.abm.fr
Frankreich    Paris    Collectif des blogueurs voyage             französisch    http://collectif-blogueurs-voyage.fr/
Frankreich    Paris    Les Passeurs d'Aventures    Passdav    2011    französisch    www.passdav.fr
Großbritannien    London    153 Club        1978    englisch    www.the153club.org
Großbritannien    London    Royal Geographical Society         1830    englisch    www.rgs.org
Großbritannien    London    The Globetrotters Club        1945    englisch    http://globetrotters.co.uk
Großbritannien    London    Travellers' Club        1819    englisch    www.thetravellersclub.org.uk
Italien    Rom    Totem e Tabù        1989    italienisch    www.totemtabu.it
Kanada    Ottawa     Royal Canadian Geographical Society         1929    englisch    www.rcgs.org
Kroatien    Zagreb    Klub Putnika        2005    kroatisch/englisch    http://www.klubputnika.org
Norwegen    Oslo    Patrons of Royal Explorers Club                http://royalexplorersclub.com
Norwegen    Oslo    Travellers' Club        1928    schwedisch    www.travellersclub.no
Norwegen    Oslo    Women Travellers' Club, Oslo        1993    schwedisch    www.womentravellersclub.org
Österreich    Reichersdorf    Expedition Club Austria        1979    deutsch    www.expeditionclub.at
Peru    Lima    Club Mundo Aventura Perú    CMAP    2014        www.clubmundoaventuraperu.com
Peru    Lima    South American Explorers Clubhouse        1977?    englisch    www.saexplorers.org/clubhouse/lima-clubhouse
Peru    Cusco    South American Explorers Clubhouse            englisch    www.saexplorers.org/clubhouse/cusco-clubhouse
Polen    Kraków    Travelbit        1976    polnisch    www.travelbit.pl
Russland    Moskau    Academy of Free Travel    AVP    1995    russisch    http://www.avp.travel.ru
Schweden    Göteborg    Travellers' Club i Göteborg        1929    schwedisch    www.travellers.nu
Schweden    Stockholm    Travellers' Club Stockholm        1911    schwedisch    www.travellersclub.se
Schweden    Malmö    Travellers’ Club        1936    schwedisch    www.travellers.se
Serbien    Novi Sad    The Travel Club - Klub Putnika        2005    serbisch/englisch    http://www.thetravelclub.org
Singapur    Singapur    Adventurers' Club    SAC    1963    englisch    www.sac.org
Slowenien    Maribor    Društvo popotnikov Vagant        1994    slowenisch    www.vagant.si
Türkei    Istanbul    Türkiye Gezginler Kulübü Derne?i            türkisch    www.gezginler.org.tr
Tunesien    Ben Arous    Club International des Grands Voyageurs    CIGV    1984    französisch    www.cigv.com
USA    Los Angeles    Adventurers' Club         1913/1921    englisch    www.adventurersclub.org
USA    Honolulu    Adventurers' Club         1955    englisch    http://adventurersclubhonolulu.blogspot.de/
USA    Chicago    Adventurers' Club          1921    englisch    www.theadventurersclub.com
USA    New York    Explorers Club         1904    englisch    www.explorers.org
USA        Most Traveled People    MTP    2005    englisch    www.mosttraveledpeople.com
USA    Ithaca, New York    South American Explorers    SAE    1977    englisch    www.saexplorers.org
USA    Santa Monica    Travelers Century Club     TCC    1954    englisch    http://travelerscenturyclub.org

Glossarien

  • Verkehrswesen und Verkehrswissenschaften
    (56 Seiten, TU Dresden, von Ammoser/Hoppe) 

GPL

gaz de pétrole liquéfié, siehe *Gas

GPS
Global Positioning System  →W

Das heutige globale Navigationssatellitensystem der USA zur Positionsbestimmung ist seit etwa 1995 weltweit verfügbar; die zivile Nutzung erlaubt eine Genauigkeit von etwa zehn Metern und durch nachträgliche Berechnungsverfahren höhere Genauigkeiten.

Das entsprechende europäische System Galileo wird derzeit aufgebaut. 18 Galileo-Satelliten sind es derzeit, 30 sollen es werden, bis 2020 soll das System in Betrieb gehen.

Grip

Begriff aus dem Rennsport für Reifen mit extremer Haftreibung. Werblich übertragen auf andere Reifen, jedoch ohne technische Definition.

Siehe *Kraftschluss und *Reifen, Gelände-

Grüne Karte

siehe *Versicherung

GruKaWe

Gruppenkraftwagen, siehe auch *Wanne

Gürtelreifen

Radialreifen, siehe *Reifen, Bauart

GÜT

Gesellschaft für Technische Überwachung mbH

siehe *Überwachungsorganisationen

 

H wie Hanomag

Haftpflicht-versicherung, Kfz-

siehe *Versicherung

Hanomag
W

Abgekürzt aus Hannoversche Maschinenbau Actien-Gesellschaft, 1871 gegründet. Ab 1950 wurde der Hanomag L28 als leichter Lastwagen und Langhauber gebaut, der dann als Allradversion AL28 ab 1958 insbesondere für Bundesgrenzschutz, Bereitschaftspolizei, THW ... bis 1971 gebaut wurde.

Gerne wird die Abkürzung auch gelesen als:
Hier arbeiten noch Ochsen mit anhaltender Geduld.

Harburger Transporter
W

Ausgehend vom Kleintransporter Matador →W, gebaut von Tempo in Hamburg-Harburg, wurde dieser ab 1965 von Rheinstahl-Hanomag gebaut (F 20, 25, 30, 35), ab 1969 bis 1975 als Hanomag-Henschel. 1970 übernahm Daimler-Benz die Firma und vertrieb den Transporter als L 206 D/306 D und L 207/307 bis 1977 als Konkurrenz zum VW-Transporter und Ford Transit.

HEV

Hybride Electric Vehicle

HU
Haupt-untersuchung

§ 29 der StVZO verpflichtet zur regelmäßigen Hauptuntersuchung. Als Nachweis der erfolgreich abgelegten Untersuchung dient eine Prüfplakette. 

Die Hauptuntersuchung an Kraftfahrzeugen nach § 29 StVZO dient dem Schutz der Allgemeinheit, also von Leib und Leben, und ist als hoheitliche Aufgabe den amtlich zugelassenen Technischen Prüfstellen TP für den Kraftfahrzeugverkehr übertragen DEKRA, GTÜ, KÜS, TÜV, FSP.

Alle für die Verkehrssicherheit relevanten Bauteile und Systeme am Kraftfahrzeug (z.B. Klimaanlagen gehören nicht dazu) werden zerlegungsfrei einer Sicht-, Funktions- und Wirkprüfung unterzogen (»Inaugenscheinnahme«). Der Prüfbericht ist weder ein Wertgutachten noch eine Funktionsgarantie.

Festgestellte Mängel müssen taggenau innerhalb eines Monats behoben werden, sonst wird die Hauptuntersuchung wiederholt.

Nach Ablauf der Plakette muss die HU innerhalb von zwei Monaten erfolgen. Danach erfolgt eine vertiefte Prüfung zu erhöhten Kosten; außerdem kann eine Verkehrskontrolle dies mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld sowie Punkten in Flensburg sanktionieren.

Zur HU sind mitzubringen: die Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein), Anbaubestätigungen (z. B. für Anhängerkupplung), Allgemeine Betriebserlaubnisse …), natürlich muss das Fahrzeug vollständig bestückt sein (Warndreieck, Erste-Hilfe-Kasten …)

Eine Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO muss in Deutschland erfolgen, ist jedoch nicht an den Zulassungsbezirk gebunden.

Läuft die Frist für die nächste HU ab, wenn sich ein Fahrzeug vorübergehend im Ausland befindet, so wird den Pflichten nach §29 StVZO genügt, wenn das Fahrzeug unverzüglich zur Hauptuntersuchung vorgeführt wird. Verkehrsgefährdende Mängel können allerdings bei der Einreise zur sofortigen Stilllegung führen. Zu prüfen ist auch, ob der Versicherungsschutz an eine gültige Hauptuntersuchung gebunden ist.

Eine eventuelle Gasprüfung muss alle zwei Jahre durchgeführt werden; manche Bauteile (Gasregler, Gasschläuche, Sperrhähne …) sind nach zehn Jahren auszutauschen. Benötigt wird jedoch das Erstbescheinigungsheft des Herstellers; auch sollte die Gasflasche befüllt sein. Diese Gasprüfung ist Voraussetzung für die Zuteilung der HU-Plakette, sofern die Gasanlage Teil des Fahrzeugs ist. Ladung unterliegt nicht der HU. 

Hausfrauenpanzer

Spitzname für *SUV

Hausmeister-schlüssel

auch Baustellenschlüssel, kombiniert unterschiedlich dimensionierte Drei- und Vierkantschlüssel, innen und außen, meist 7-9mm.

Sie werden eingesetzt, wenn einerseits Unbefugten der Zugang verweht werden soll, andererseits jedoch ein nicht präzise zu bestimmender Personenkreis sich Zugang verschaffen kann, also etwa Handwerker auf Neubaustellen (Baustellentüren, Wasseranschlüsse, Schaltkästen ...)

Der »Feuerwehrdreikant« nach DIN 3223 (19mm) öffnet etwa Absperrpfosten und Schranken von Feuerwehrzufahrten, Forst- und Betriebswegen, Parkplätze, Höhenbegrenzungen ...

Eisenbahner kennen den Vierkant als »Berner Schlüssel«; er öffnet Toiletten ebenso wie Abfallkörbe oder Schaltschränke.

Heckgarage

Stauraum(kasten) am Heck, meist durch eine Außenklappe zugänglich, selten von innen.

Heizlast

Sie bezeichnet die dem Reisemobil zuzuführende Wärmemenge, mit der eine bestimmte Temperatur innen gehalten werden kann. Diese lässt sich praktisch ermitteln.

Zugeführt wird der so ermittelte Wärmebedarf nicht nur durch die Heizung, sondern auch durch Sonneneinstrahlung durch Fenster, Eigenwärme der Personen, Wärmeeintrag durch Kochen und Abwärme der Geräte.

Siehe auch *Raumklima

Hippiemobil

Der VW T1 und T2 transportierte die Hippies an der amerikanischen Ostküste von Festival zu Festival und auf dem Hippie Trail W von Europa bis nach Nepal und Indien.

DER SPIEGEL 19.03.2007 Lars-Olav Beier: The VW Van Makes a Comeback: Till Rust Do Us Part

flower-power

Historische Fahrzeuge

siehe *Oldtimer

H-Kennzeichen

siehe korrekt: *Oldtimer-Kennzeichen

Hodometer

(engl. Odometer) Wegstreckenmessung, z. B.: Kilometerzähler

HSS

abgekürzt für High speed steel, also Schnellarbeitsstahl, wie er für *Bohrer verwendet wird.

Hue(y)

Der Name des Land Rover →W Prototypen vor 1948 mit der Chassisnummer LR1 und dem Kennzeichen HUE 166; dasselbe Kennzeichen erhielt der letzte Defender, der 2016 vom Band rollte. (Huey ist ebenfalls Spitzname für den ab 1956 gebauten Hubschrauber HU-1 oder Bell UH-1 Iroquois, ein Zusammenhang besteht nicht.)

Humvee
W

Lautmalerisch für HMMWV, abgekürzt aus High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle. Der Hummer, die zivile Ausführung des M998 HMMWV, wurde von 1992 bis 2006 produziert. Die militärische Version wird seit 1985 als Nachfolger des M151 von AM General hergestellt.

Carl Schulze: HMMWV: Workhorse of the US Army. 2002, 58 Seiten

 

I-J wie IFA und Jeep

IFA →W

Abgekürzt aus Industrieverband Fahrzeugbau, ab 1945/1948 in der DDR, dazu gehörten u.a. Barkas und Robur.

Inbus

umgangssprachlich auch Imbus, Abkürzung für »Innensechskantschraube Bauer und Schaurte, wurde vom Markennamen zum Gattungsnamen, wie *Flex.

Inselanlage Reisemobil

Das angestrebte Hauptziel soll sein, möglichst lange einen Stellplatz in der Natur nutzen zu können, wenn externe Ressourcen fehlen. Die Autarkie einer Inselanlage Reisemobil basiert dann auf

  1. einer doppelten Energieversorgung, also etwa Heizen mit Gas oder Diesel;
  2. einer unabhängigen Energienutzung, also etwa Gasnutzung auch ohne Strom;
  3. koordinierten Reichweiten der mitgeführten Energiearten, damit nicht die knappste Energieform das Ende der energieautarken Standzeit bestimmt;
  4. einer jederzeit gewährleisteten Fahrfähigkeit (Starterbatterien voll, Dieselreserven für xxx km). 

Letztlich wird die Standzeit immer bestimmt durch die Nutzerbedürfnisse und die Batteriekapazität. Ersteres ist schwierig zu ändern, letzteres wiegt schwer. An Fahrtagen beginnt die Standzeit immer mit vollen Batterien (Bleibatterien 80% oder 100% mit Ladebooster). Die Standzeit kann verlängert werden:

  1. Abkoppeln der Hauptverbraucher (Wärme, Kälte, Kochen …) vom Bedarf an elektrischer Energie.
  2. Minimieren des Eigenverbrauchs der elektrischen Anlage.
  3. Erhöhen des Batterie-Ladezustandes situationsabhängig mittels Solaranlage, zweiter Lichtmaschine oder Generator; 100%-Ladefähigkeit mit CTEK-Ladegerät.
  4. Optimieren der Batteriekapazität durch größere Bleibatterien oder Lithium-Ionen-Batterien.

Siehe auch *Energieversorgung

Interkontinentale ...

Straßen und Strecken siehe *Routen

Imperial Measure

Das anglo-amerikanische Maßsystem, etwa mit 1 Inch (=1Zoll = 2,54 cm), im Unterschied zum metrischen System. 1824 eingeführt, hielt sich die Bezeichnung bis heute im Sprachgebrauch etwa beim Bestellen von Schrauben: Which size? Imperial measure!

Iveco
W

Abkürzung für Industrial Vehicles Corporation, 1975 in Turin/Italien gegründet. Federführend durch Fiat wurden die Lkw-Sparten von OM (Officine Meccaniche, Italien), Unic (Frankreich), Magirus-Deutz (Deutschland) zusammengeführt, später kamen die Nutzfahrzeugsparten von Lancia und Alfa Romeo hinzu.

Jeep
W

Der Militärgeländewagen Willys MB (1942-1945) →W des gleichnamigen Herstellers wurde von seinen Nutzern Jeep genannt, erstmals 1941 nachweisbar. Vermutlich bezieht sich der Name auf »Eugene the Jeep« aus dem Comic Popeye, denn diese Comic-Figur hatte die Eigenschaft, überall dorthin zu kommen, wohin sie wollte. Erst später wurde daraus ein Produkt- und Gattungsname.

 

K wie KAT

KBA
Kraftfahrt-Bundesamt

Diese Oberbehörde in Flensburg regelt die Zulassungsverfahren von Fahrzeugen und führt u.a. ein Register aller zugelassenen Kraftfahrzeuge.

Ihre Begriffsbestimmungen sind in einem Glossar zusammengefasst.

KAT
»KATzen«
W

Abkürzung für »Kategorie«:

KAT I Fahrzeuge sollen fähig sein, Kampfpanzern im Gelände zu folgen, sind also strategische Fahrzeuge höchster Mobilität. Der Motor ist hinter der Fahrerkabine. Die vollständige Bezeichnung lautet z.B. MAN gl Kat I A1.1 Von 1977 bis 1985 baute MAN fünf Typen der KAT I Version.

Kennzeichen
§

Das deutsche Recht unterscheidet zwischen folgenden Kennzeichen:

  •     Allgemeine ... [FZV §8 und §10]
  •     *rote ... [FZV §16]
  •     Saison ... [FZV §9(3)]
  •     *Kurzzeit ... [FZV §16a]
  •     Oldtimer ... [FZV §9(1)]
  •     rote Oldtimer ... [FZV §17]
  •     Ausfuhr ... [FZV §19]
  •     *Wechsel ... [FZV §8(1a)]
  •     Versicherungs ... [FZV §§26-28]
    (z. B. Leichtmofa, Mofa 25, Mokick, Krankenfahrstühle)
  •      E-Kennzeichen für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden seit dem 26.09.2015 ausgegeben.

Aktuelle Versicherungskennzeichen sowie die der zurückliegenden letzten sieben Versicherungsjahre sind mit Halter und Fahrzeugdaten im Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) registriert.

[Quelle: Kraftfahrtbundesamt, Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr FZV]

Die Darstellung von Kfz-Kennzeichen auf einer Webseite verletzt an sich keine Persönlichkeitsrechte und ist auch keine Datenschutzverletzung, bestätigte das Landgericht Kassel den erstinstanzlichen Beschluss des AG Kassel [10.05.2007. Az 1 T 75/07].

Koffer

siehe *Shelter

KOM

siehe *Kraftomnibus

Konvoi, Kolonne

siehe *Verband

KraKa
Kraftkarren
W

Die Zweirad Union entwickelte und fertigte den deutschen Urahn der Quads 1962 für die Land- und Forstwirtschaft und für den Katastrophenschutz. Eine weiterentwickelte Version verwendete die Bundeswehr bis 1990 insbesondere für den Abwurf an Fallschirmen. Abgelöst wurde der KraKa vom Mercedes-Benz *Wolf gl W und dem Wiesel, einem Kettenfahrzeug.

Kraftfahrzeug-steuer
§

Für Wohnmobile bezieht sich die Steuer auf zulässiges Gesamtgewicht  und Schadstoffemissionen (EU-Emissionsklasse), siehe *Emissionsschlüsselnummer.

Andere Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen unterliegen einer nur gewichtsbezogenen Steuer.

Für schwerere Nutzfahrzeuge gibt es vier emissionsbezogene Tarife, die progressiv in Stufen von 200 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht gestaffelt sind. Kraftfahrzeugsteuerrechtlich hat dabei die jeweilige Schadstoffklasse im Sinne der Straßenverkehrszulassungsordnung Vorrang. Die jährliche Höchststeuer beträgt für:

  • Schadstoffklasse S2 und besser 556 Euro
  • Schadstoffklasse S1 914 Euro
  • Geräuschklasse G1 1.425 Euro
  • Übrige 1.681 Euro

Die Zollverwaltung übernahm zum 1. Juli 2014 die Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer von den Landesfinanzbehörden. Sie informiert und bietet einen Kfz-Steuerrechner an.

[Quelle: Bundesfinanzministerium]

Kraftomnibus

»Nationale Fahrzeugart: Nutzfahrzeug, das nach seiner Bauart und Einrichtung zur Beförderung von mehr als 9 Personen (einschließlich Fahrzeugführer) und ihres Reisegepäcks bestimmt ist. Es kann ein oder zwei Decks (Benennung: Doppeldeckerbus) aufweisen (gemäß Systematik der Straßenfahrzeuge DIN 70010) (siehe auch M2-/M3-Fahrzeug).«
[Quelle: Kraftfahrtbundesamt]

Kraftschluss

Eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Reifen und Untergrund kann prinzipiell nur begrenzt Kräfte übertragen. Zu hohe Antriebskraft lässt die Reifen durchdrehen; zu hohe Bremskraft lässt die Reifen blockieren. Für beide Fälle gilt der Kraftschlussbeiwert (auch: Reibbeiwert) als Maß für die maximal übertragbare Tangentialkraft. Zusätzliche Kräfte können durch formschlüssiges Verzahnen übertragen werden.

Kreuz von Agadez
Kreuz des Südens

siehe *Tasagalt

Kübelwagen

W

Die deutsche Antwort auf den Jeep war der VW Typ 82 (1940-1945). Die ersten Ausführungen mit Schalensitzen und zurückgeklapptem Stoffverdeck waren »Kübel«. Dessen Bauart wurde zur Typenbezeichnung für andere leichte Geländewagen wie IFA P2M (DDR 1952–1958), Borgward B 2000 (1955-61), DKW Munga … 

DER SPIEGEL 27.02.2001  Mathias Paulokat: VW-Kübelwagen: Raubein mit bunter Vergangenheit

KÜS

Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e. V., siehe *Überwachungsorganisationen

Kuhfuß

auch Geißfuß, ein langes Eisen, dessen klauenförmiges Ende zum formschlüssigen Ziehen von Nägeln dient und das auch als Brechstange verwendet wird.

Kurzhauber

W siehe *Frontlenker und *Rundhauber

Kurzzeit-Kennzeichen
§

Seit 2015 ist  eine gültige Hauptuntersuchung nachzuweisen:

»§ 16a Probefahrten und Überführungsfahrten mit Kurzzeitkennzeichen

(1) Ein Fahrzeug darf, wenn es nicht zugelassen ist, zu Probe- oder Überführungsfahrten in Betrieb gesetzt werden, wenn

  1. es einem genehmigten Typ entspricht oder eine Einzelgenehmigung erteilt ist,
  2. eine dem Pflichtversicherungsgesetz entsprechende Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung besteht und
  3. es ein Kurzzeitkennzeichen führt.«

[Fahrzeugzulassungs-Verordnung §§ 16a, 8-10,14,24,30,31,33,35,48, Anlage 4]